Corona-Pandemie

CORONA-PANDEMIE

der Landesverband Wien/NÖ/Bgld. der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs,  ist als Standes- und Interessensvertretung in diesen schwierigen Zeiten im Rahmen  seiner Möglichkeiten für die Mitglieder da.

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus treffen alle in Österreich lebenden Menschen, aber zu jenen, welche gleich nach den ersten Schließungen besonders schnell betroffen wurden, zählen Künstler*innen und Kulturschaffende.

Informationen zu  bislang bekannter Unterstützungsmöglichkeiten
sind tieferstehend aufgelistet:

Außerdem finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport  in einem eigens zusammengestellten, laufend aktuallisierten FAQ-Katalog wichtige Informationen: https://www.bmkoes.gv.at/Themen/Corona/Corona-Kunst-und-Kultur.html

Das Bundesministerium
für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

hat eine eigene Kunst und Kulturhotline
Telefonnummer 01 53115 DW 202 555
eingerichtet.
Montag bis Freitag  zwischen 9:00  und 15:00 Uhr 

Telefonnummer

der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs
+43 18135269


Mitteilung 12.06.2020
 
Mehrwertsteuersenkung auf 5 % für Kultur und Medien
 
Finanzminister Gernot Blümel, die Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und Kulturstaatssekretärin Mayer teilen heute mit, dass die Regierung die Mehrwertsteuer in den Bereichen der Gastronomie, Kultur und Medien auf fünf Prozent senken will. Ausständig ist allerdings, in welchen Bereichen die EU-Kommission damit einverstanden ist.
Ein Wehrmutstropfen bleibt jedoch, denn der niedrigere Steuersatz soll befristet ab 1. Juli bis Ende des Jahres gelten, was für die bildende Kunst nur eine sehr kurzfristige Erleichterung mit sich bringen würde. Die befristete Senkung der Umsatzsteuer hilft nur jenen Künstler*innen, welche in dieser Zeit überhaupt Einnahmen haben.
Die Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs wird auf alle Fälle darauf drängen, dass der ermäßigte Satz für bildende Kunst längerfristig gelten muss, da anzunehmen ist, dass der Verkauf von Kunstwerken sehr schleppend anlaufen wird.
 

Mitteilung 04.06.2020

Empfehlungen für Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich des Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Mit Stand 3. Juni 2020 hat das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz eine Empfehlung für die inhaltliche Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzeptes für Veranstaltungen im Bereich von Kunst und Kultur veröffentlich. Sie können unter  https://www.bmkoes.gv.at/Themen/Corona/Corona-Kunst-und-Kultur.html als PDF-Datei abgerufen werden.

Die erlaubten Lockerungen führen zu einer Zunahme enger Personen-kontakte, weshalb die Ergreifung von geeigneten Schutzmaßnahmen nach wie vor erforderlich ist.
In dem Dokument wird ausdrücklich erwähnt, dass es sich dabei um eine Empfehlungen handelt, welche je nach Art der Tätigkeiten, wenn erforderlich, vor Ort angepasst werden können. Besucher*innen, Künstler*innen, Akteur*innen und sonstige für die Durchführung von Veranstaltungen Mitwirkende hätten ein risikobewusstes Verhalten in Eigenverantwortung wahrzunehmen.


Änderung beim Härtefall-Fonds

Beim Härtefall-Fonds kam zu einer weiteren Anpassung wie folgt (Quelle: aktualisierten Richtlinie des BMF am 27. Mai 2020):

Der sechsmonatige Betrachtungszeitraum – bisher 16. März 2020 bis 15. September 2020 – wird um weitere drei Monate bis zum 15. Dezember 2020 verlängert. Damit sollen zusätzlich alle Anspruchsberechtigten, die derzeit noch über Zahlungseingänge verfügen und erst später Umsatzeinbußen verzeichnen, vom Härtefall-Fonds erfasst werden. Die Betrachtungszeiträume sind:

  • Betrachtungszeitraum 1: 16.3.2020 bis 15.4.2020
  • Betrachtungszeitraum 2: 16.4.2020 bis 15.5.2020
  • Betrachtungszeitraum 3: 16.5.2020 bis 15.6.2020
  • Betrachtungszeitraum 4: 16.6.2020 bis 15.7.2020
  • Betrachtungszeitraum 5: 16.7.2020 bis 15.8.2020
  • Betrachtungszeitraum 6: 16.8.2020 bis 15.9.2020
  • Betrachtungszeitraum 7: 16.9.2020 bis 15.10.2020
  • Betrachtungszeitraum 8: 16.10.2020 bis 15.11.2020
  • Betrachtungszeitraum 9: 16.11.2020 bis 15.12.2020

Antragsberechtigte können nun innerhalb von insgesamt neun Monaten (statt bisher sechs) nun sechs (statt bisher drei) beliebige Betrachtungs-Zeiträume für die Beantragung wählen; diese sechs Zeiträume müssen nicht aufeinander folgen.

Ziel des Härtefall-Fonds bleibt weiterhin, durch die Ausbreitung des Erregers SARS-CoV-2 (COVID-19) entstandene Härtefälle durch Zuschüsse abzufedern bei:

  • Ein-Personen-Unternehmern (EPU; darunter auch neue Selbständige wie Vortragende und Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten),
  • Freien Dienstnehmern nach § 4 Abs. 4 ASVG (wie EDV-Spezialisten und Nachhilfelehrer) und
  • Kleinstunternehmern

Bei der Ermittlung des Förderbetrages sind wie bisher Nebeneinkünfte,  zu berücksichtigen.

Eckpunkte des Härtefall-Fonds

  • Der maximale Förderbetrag für jeden Anspruchsberechtigten erhöht sich mit den Änderungen der Richtlinie vom 27. Mai 2020 auf EUR 15.000: sechs Betrachtungszeiträume mit je maximal EUR 2.000 für den Nettoeinkommens-Entgang, zuzüglich „Comeback-Bonus“ von maximal EUR 3.000
  • Basis für die Berechnung des Förderbetrages ist weiterhin der Nettoeinkommens-Entgang.
  • Anspruchsberechtigte können aus nunmehr neun Betrachtungszeit-räumen sechs Betrachtungszeiträume wählen, welche der Berechnung des Nettoeinkommens-Entganges zu Grunde gelegt werden.
  • Zuschüsse aus Phase 1 (Anträge waren bis 17. April 2020 möglich) werden auf den Förderbetrag aus Phase 2 weiterhin angerechnet.

Mitteilung 29.05.2020

Voraussichtlich ab Juli 2020 können freischaffende Künstler*innen, die als Selbständige versichert sind, für ein halbes Jahr monatlich 1000,-€ Unterstützung beantragen – insgesamt also 6000,- €.
Die Gesetzesvorlage ist am Donnerstag von der Regierung eingebracht worden. Dieser Überbrückungsfonds soll nun über die Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) abgewickelt werden. Der Fonds soll im Bedarfsfall auch gleich mehrere Monatsraten auf einmal auszahlen.

Ob die Hilfsmaßnahme eventuell über den geplanten Zeitraum von einem halben Jahr ausgedehnt werden könnte, ist offen.

All jene, die der Überbrückungsfonds nicht erfasst, müssen sich weiterhin an den nun modifizierten Härtefallfonds der Wirtschaftskammer sowie an den Künstlersozialversicherungsfonds zu wenden.


Mitteilung 11.05.2020

Stiftungen helfen Künstler*innen

Die Stiftung Österreich hat in Zusammenarbeit mit anderen Stiftungen die Möglichkeit geschaffen, für in Not geratene Künstler*innen zu spenden. Die Spenden sind für Private und Firmen spendenabzugsfähig. Nun soll für jene Künstler*innen, die weder Hilfe aus dem Härtefallfonds noch von der Sozialversicherung bekommen durch die Initiative „Stiftungen helfen Künstler*innen“ eine Möglichkeit der schnellen und unbürokratischen Hilfe geboten werden.
Die Stipendien in der Höhe von max. € 3.000,- werden projektbezogen vergeben.

Antragsberechtigt sind selbständig tätige Künstler*innen aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst und Medienkunst, Musik, Darstellende Kunst und Film, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind, das 18. Lebensjahr vollendet und ihren Hauptwohnsitz in Österreich haben.

Das Antragsformular findet ihr im Anhang. Es ist auch auf der Webseite der Stiftung Österreich abrufbar.

 

Nähere Informationen findet ihr unter folgendem Link: https://www.stiftung-oesterreich.at/de/unsere-projekte/Stiftungen_helfen_Kuenstlern


 

Mitteilung 08.05.2020

Kunstankäufe des Ministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Vom Ministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport wurde  verlautbart, dass in einem ersten Schritt zusätzliche Geldmittel für Kunst- und Kultur und Sport zur Verfügung gestellt werden.
Bei einem Gesamtvolumen von € 3,07 Millionen entfallen für die bildende Kunst € 250.000,-, um welche die schon bestehenden Mittel für Kunstankäufe erhöht wurden.
Durch die Direkt-Ankäufe werden Künstler*innen unmittelbar unterstützt. Bedingungen für den Ankauf sind:  österreichische Staatsbürgerschaft beziehungsweise ständiger Wohnsitz in Österreich.

Informationen zu den Kunstankäufen findet ihr unter: https://www.bmkoes.gv.at/Kunst-und-Kultur/bildende-kunst-architektur-design-mode-fotografie-medienkunst/foerderungen/ankaeufe.html

 

Mitteilung 04.05.2020

Kunststipendien des Landes Niederösterreich

Das Land Niederösterreich unterstützt Künstlerinnen und Künstler in der durch Covid-19 bedingten wirtschaftlich schwierigen Situation verstärkt durch die Vergabe von Stipendien.
Das Stipendium wird projekt- und personenbezogen vergeben an freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die derzeit über kein regelmäßiges Einkommen verfügen. Wer ein regelmäßiges Einkommen hat ist nicht anspruchsberechtigt. 

Kunststipendien in der Höhe von max. 3.000 Euro pro Antrag für Künstlerinnen und Künstler aller Sparten für Projektentwicklung, Ausstellungsvorbereitung u. ä., um den freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst und Medienkunst, Musik, Darstellende Kunst, Regional- und Jugendkultur sowie Film die Möglichkeit zu geben, ihrer künstlerischen Tätigkeit nachzugehen.

Explizit sind von den Stipendien nicht nur schöpferische Leistungen umfasst, sondern auch Tätigkeiten zum Zwecke der Erarbeitung, zum Einstudieren und zur Interpretation von künstlerischen Werken oder auch Vorbereitungsarbeiten zur Vermittlung von künstlerischen oder allgemein kulturellen Inhalten. 

Antragsberechtigt sind freischaffende Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst und Medienkunst, Musik, Darstellende Kunst, Regional- und Jugendkultur sowie Film, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind.

Für die Abwicklung der Stipendienvergabe ist eine vereinfachte Fördereinreichung vorgesehen.

  • Antragsformular um Finanzierungsbeitrag
    (Ansuchen um Förderung wissenschaftlicher oder künstlerischer Projekte).
  • Die Einreichung erfolgt online unter dem Stichwort „Kunststipendium“ und der Nennung des jeweiligen Sachbereiches
  • Darstellung des Vorhabens/Verwendungszwecks (circa 3.000 Zeichen)
  • Auflistung der voraussichtlichen Kosten
  • Darstellung, warum die Antragstellerin bzw. der Antragsteller von dieser Krisensituation besonders betroffen ist (Absage von Auftrittsmöglichkeiten usw.)
  • Kurzer künstlerischer Lebenslauf
  • Nachweis des NÖ-Bezuges
  • Nachweis: Übermittlung eines Projektberichtes bis 30. September 2020

sowie eine Aufstellung der Kosten, die in Zusammenhang mit der Entwicklung des Projektes entstanden sind (auch geleistete Arbeitsstunden).

Eine Unterstützung aus dem Corona-Härtefall-Fonds des Bundes ist kein Ausschließungsgrund, da die Stipendien projektbezogen vergeben werden. 

Weitere Informationen:

http://www.noe.gv.at/noe/KunstKultur/Kunststipendien_des_Landes_Niederoesterreich.html?fbclid=IwAR2Z134FHswnrt6I-zKX3svlMytm2OJZeLTfPmpclCQ5IMDEvosw_TV6WcU

Ende der Einreichfrist: 30. Juni 2020

Mitteilung  20.04.2020

Staatssekretärin Mag. Lunacek teilte in einem Pressegespräch mit, dass im Profibereich die Arbeit in Werkstätten, Ateliers, Tonstudios, Fotostudios etc.  unter Einhaltung sämtlicher Sicherungsvorkehrungen möglich sei.

Mit dieser ersten Möglichkeit zur Rückkehr ins räumliche Erleben darf bildende Kunst in kleinem Rahmen zumindest wieder einmal präsentiert werden.

Da durch die Erlaubnis zur Öffnung kleinerer Geschäfte hierzulande auch Galerien ihren Betrieb nach und nach wieder aufnehmen sind auch Atelierbesuche wieder möglich – natürlich unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen (Maskenpflicht, 1 m Mindestabstand, Händewaschen etc.).

Nach wie vor sind Veranstaltungen vorerst bis 30. Juni 2020 untersagt (einzige Ausnahmen sind jene Aktivitäten, die der Bekämpfung des Coronavirus dienen).

Rechtliche Grundlage ist der „Erlass– Maßnahmen gegen das Zusammenströmen größerer Menschenmengen nach § 15 Epidemiegesetz der österreichischen Bundesregierung.

Eine Entscheidung über Regelungen für den Sommer ist für Ende April 2020 angekündigt.

Für größere Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern (darunter fallen auch Vernissagen) antwortete Vizekanzler Kogler auf die Frage eines Journalisten, dass er noch nichts Endgültiges verkünden könne. Indoor müssten immer die 20-Quadratmeter eingehalten werden, outdoor sei sicher mehr möglich. Genaueres könne man erst Mitte Mai sagen.


Arbeitsstipendien in der Höhe von maximal 3.000 Euro
der Stadt Wien Kultur

Die Stadt Wien Kultur bietet aus aktuellem Anlass freischaffenden Künstlerinnen oder Künstlern und freiberuflichen Wissenschafterinnen oder Wissenschaftern, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind, mit Hauptwohnsitz in Wien ab sofort die Möglichkeit, sich für einmalige Arbeitsstipendien in der Höhe von maximal 3.000 Euro zu bewerben. Damit soll die Möglichkeit gegeben sein, der künstlerischen und wissenschaftlichen Tätigkeit (Projektentwicklung, Lesungs-, Ausstellungs- und Vortragsvorbereitung und Ähnliches) weiterhin nachzugehen.

Antragsberechtigt sind freischaffende Künstler*innen aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst und Medienkunst, Musik, Darstellende Kunst und Film und freiberufliche Wissenschafter*innen, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind, das 18. Lebensjahr vollendet haben und ihren Hauptwohnsitz in Wien haben.

Nachweis:
Als Nachweis für die Verwendung des Arbeitsstipendiums übermitteln Sie bitte einen kurzen Projektbericht im Umfang von 1 bis 2 A4-Seiten.

Den Projektbericht senden Sie bitte bis 31. Juli 2020 per E-Mail an coronahilfe@ma07.wien.gv.at. 

Einreichung:
Der formlose Antrag muss Folgendes enthalten:

  • Kurze, klare und verständliche Darstellung des Vorhabens/Verwendungszwecks (circa 3.000 Zeichen) inklusive Darstellung, warum die Antragstellerin bzw. der Antragsteller von dieser Krisensituation besonders betroffen ist (Absage von Auftrittsmöglichkeiten usw.)
  • Kurzer künstlerischer oder wissenschaftlicher Lebenslauf
  • Aktueller Meldezettel (Hauptwohnsitz Wien)
  • Kontaktdaten (Adresse, E-Mail, Telefonnummer)
  • Bankverbindung (IBAN, BIC, Kontoinhaberin oder Kontoinhaber)
  • Das Stipendium wird in der Höhe von maximal 3.000 Euro vergeben. Bitte geben Sie in Ihrem Antrag auch die gewünschte Höhe der Förderung an.

Den Antrag können Sie bis 29. April 2020 formlos per E-Mail an coronahilfe@ma07.wien.gv.at senden.

Weitere Informationen: https://www.wien.gv.at/amtshelfer/kultur/projekte/subventionen/arbeitstipendium.html

 

Mitteilung  08.04.2020

Für Informationen zu konkreten Themen rund um das Coronavirus wurden folgende Hotlines eingerichtet:

  • Die Coronavirus-Hotline der AGES: 0800 555 621 bietet Antworten auf allgemeine Fragen rund um das Coronavirus.
  • Ärztekammer für Wien beantwortet Fragen zu allgemeinen Corona-Themen (jedoch keine medizinische Anfragen) unter: +43 1 51501-1500
    (Bei Verdacht auf eine Infektion: Nur wenn Sie konkrete Symptome (Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden) haben, 
    Telefonische Gesundheitsberatung – 1450
    Ärztefunkdienst Wien – 141)
    Bleiben Sie zu Hause! 
  • Für Personen mit Absonderungsanordnungen sollte die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen notwendigen Artikeln von euren Bekannten oder Nachbarn übernommen werden. Wenn ihr niemanden dafür habt, könnt ihr euch an das Team Österreich (Initiative von Rotem Kreuz und Hit Radio Ö3) unter: 0800 600 600 (kostenlos, täglich 7-19h) wenden oder eine Anfrage an die sozialen Dienste zu richten. In Wien ist dies beispielsweise der Fonds Soziales Wien (Tel. 24 5 24).
  • das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport hat eine eigene Kunst und Kulturhotline eingerichtet hat.
    Telefonnummer 01 53115 DW 202 555 (Montag bis Freitag  zwischen 9:00  und 15:00 Uhr)
  • Anfragen beim Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz unter: +43 1 71100 – 86 22 86 
  • Die Wirtschaftskammer Österreich beantwortet Fragen zu Arbeitsrecht, Entgeltfortzahlungen oder internationalen Lieferketten unter: 0590900 4352
  • Arbeitsrechtliche Fragen für Dienstnehmer*innen beantwortet die Arbeiterkammer unter der Hotline der Arbeiterkammer und des ÖGB: 0800 22 12 00 80 (Mo-Fr jeweils ab 9.00 Uhr)
  • Hotline des VKI zu reiserechtlichen Fragen: 0800 201 211 (täglich 9.00 bis 15.00 Uhr)

Mitteilung  27.3.2020

Förderung aus dem Härtefall-Fonds
Quelle: WKÖ 

Höhe der Förderung

Der Härtefall-Fonds bringt einen Zuschuss, der auch später nicht zurückgezahlt werden muss und besteht aus zwei Phasen:

Phase 1 – Soforthilfe (Antragstellung ab 27.03., 17:00 Uhr) 

  • Bei einem Nettoeinkommen zwischen 5.527,92 Euro p.a. und 6.000 Euro p.a.: Zuschuss von 500 Euro
  • Bei einem Nettoeinkommen ab 6.000 Euro p.a.: Zuschuss von 1.000 Euro
  • Antragsteller, die über keinen Steuerbescheid verfügen, erhalten einen Zuschuss von 500 Euro.

Phase 2 (genaue Kriterien und Zeitpunkt sind seitens Regierung noch in Ausarbeitung): 

  • Der Zuschuss wird max. 2.000 Euro pro Monat auf maximal 3 Monate betragen.
  • Der Zuschuss richtet sich nach der Höhe der Einkommenseinbuße. 

Der Steuerbescheid muss zumindest für das Steuerjahr 2017 oder jünger vorliegen.

Anspruchsberechtigte

Beim Härtefall-Fonds wird auf den Unternehmer bzw. die Unternehmerin abgestellt. Eine Wirtschaftskammermitgliedschaft ist keine Voraussetzung. Antragsberechtigt sind folgende Gruppen:

  • Ein-Personen-Unternehmer
  • Kleinstunternehmer, die weniger als 10 Vollzeit-Äquivalente beschäftigen und max. 2 Mio. Euro Umsatz oder Bilanzsumme aufweisen.
  • Erwerbstätige Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
  • Neue Selbständige wie z.B. Vortragende und Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten
  • Freie Dienstnehmer wie Trainer oder Vortragende
  • Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich)

Anspruchskriterien

Die rechtliche Basis für die Förderung aus dem Härtefall-Fonds ist die entsprechende Richtlinie.

In dieser ist festgelegt, welche Voraussetzungen man nachweislich erfüllen muss, um eine Förderung zu bekommen. Grundsätzlich umfasst das Selbstständige, die von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19 betroffen sind.

Zum Zeitpunkt der Antragstellung sind nachfolgende Punkte zu erfüllen (gilt analog für freie Dienstnehmer):

  • Rechtmäßig selbstständiger Betreiber eines gewerblichen Unternehmens oder eines freien Berufes (egal ob Kammermitglied oder nicht)
  • Unternehmensgründung bis 31.12.2019 – Zeitpunkt: Eintragung der Gewerbeberechtigung oder Aufnahme unternehmerische Tätigkeit
  • Sitz oder Betriebsstätte in Österreich
  • Härtefall: Nicht mehr in der Lage, die laufenden Kosten zu decken oder behördlich angeordnetes Betretungsverbot oder Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum Vergleichsmonat des Vorjahres
  • Obergrenze: im letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahr darf Einkommen max. 80% der jährlichen sozialversicherungsrechtlichen Höchstbeitragsgrundlage betragen – wenn kein Einkommenssteuerbescheid vorhanden, dann eigene Schätzung der Einkünfte
  • Untergrenze: Pflichtversicherung in der Krankenversicherung – Einkünfte von zumindest 5.527,92 Euro p.a.
  • Keine weiteren monatlichen Einkünfte über der Geringfügigkeitsgrenze (460,66 Euro), z.B. aus Vermietung und Verpachtung
  • Keine Mehrfachversicherung in der Kranken- und/oder Pensionsversicherung
  • Keine weiteren Barzahlungen von Gebietskörperschaften aufgrund von COVID-19
  • Die Inanspruchnahme von Garantien und Kurzarbeit (für etwaige Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer bei Kleinstunternehmen) UND des Härtefall-Fonds ist ausdrücklich möglich.
  • Keine kumulierte Inanspruchnahme von Härtefall-Fonds UND der mit 15 Milliarden Euro dotierten Notfallhilfe für betroffene Branchen – eine spätere Anrechnung ist möglich
  • Kein Insolvenzverfahren anhängig und kein Reorganisierungsbedarf – die URG Kriterien (Eigenmittelquote weniger als 8%, fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre) dürfen im vergangenen Wirtschaftsjahr nicht verletzt worden sein

Von einer Förderung ausgenommen sind Personen, die zum Antragszeitpunkt eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung oder aus der gesetzlichen Pensionsversicherung beziehen.

Weitere Informationen dazu unter:
https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-epu-kleinunternehmen.html?shorturl=wkoat_haertefall-fonds


Künstler-Sozialversicherungsfonds

Kulturstadträtin Mag. Lunacek berichtet, dass für Künstler*innen ab 30.3.2020 Anträge für Zuwendungen des Künstler-Sozialversicherungsfonds gestellt werden können.

All jenen Künstlern, die nicht den Härtefallfonds in Anspruch nehmen können, steht somit die mit bis zu 5 Millionen Euro dotierte Soforthilfe im Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF) zur Verfügung.

Die Höhe der Auszahlungen entspreche jenen des Härtefallfonds, also insgesamt maximal 6.000 Euro, wobei es in einer ersten Phase bis zu 1.000 Euro, in einer zweiten Phase bis zu 2.000 Euro monatlich für maximal drei Monate gebe.

Der Antrag ist ab 30.3.2020 auf der Website www.ksvf.at abrufbar und kann dann per E-Mail, Fax oder Post eingereicht zu werden

Quelle: Kleine Zeitung



Mitteilung 21.3.2020

Verwertungsgesellschaft Bildrecht – Corona Überbrückungsfonds

Für Kunstschaffende, die durch die weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens in wirtschaftliche Bedrängnis geraten, bietet die österreichische Verwertungsgesellschaft Bildrecht eine rasche Überbrückungshilfe an.

Mit ihrem Corona Überbrückungsfonds stellt sie Sondermittel von einer halben Million Euro den mehr als 5500 Mitgliedern aus den Berufen der bildenden Kunst, Fotografie, Architektur, Grafik, Illustration, Karikatur, Comics, Design, Choreografie, Pantomime und Performance zur Verfügung.

Der Antrag auf Überbrückungshilfe kann ab sofort über die Webseite der Bildrecht unter :
https://www.bildrecht.at/bildurheberinnen/corona-überbrückungsfonds/ gestellt werden.


Abgesagte, geförderte Kunst-Projekte

Grundsätzlich sind die Fristen einzuhalten. Allerdings werden nach unseren Informationen für offene Abrechnungen derzeit keine Mahnungen und keine Rückforderungen ausgesandt.

Abgesagte und auf später verschobene Kunst-Projekte

In diesem Fall muss dies rechtzeitig der entsprechenden Fachabteilung des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport – für bildende Künstler*innen ist dies die Abt. IV/6
Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Foto, Medienkunst
(+43 1) 53115 – 20 68 10, Mail: bildende@bmkoes.gv.at

mitgeteilt werden und bei der Förderkontrolle per Mail (foerderkontrolle32@bmkoes.gv.at) um Fristverlängerung (inkl. Begründung und Angabe eines realistischen Durchführungszeitpunkts) angesucht werden.

Weitere Infos dazu:
https://www.bmkoes.gv.at/Themen/Corona/Corona-Kunst-und-Kultur.html



Mitteilung 20.3.2020

Mietenzuschuss und Förderung für
Künstler*innen mit einem Kleinunternehmen

Im Laufe dieser Woche wurden weitere regionale Maßnahmen  zuf Unterstützung veröffentlicht.
Für Künstler*innen mit einem Kleinunternehmen, welche Mitglied der Wirtschaftskammer (bei aufrechter Gewerbeberechtigung seit mindestens 2 Jahren) in Wien sind u.a. die nachstehenden Unterstützungsmaßnahmen von Interesse sein:

Aus dem „Notlagenfonds der Wirtschaftskammer Wien“ (20 Mio Euro bestückt) kann man bei einem nachzuweisenden Umsatzrückgang von 50 bis 74 Prozent während dem 1.3. und 31.7.2020 um einen Mietenzuschuss von max. € 600,- ansuchen.

Aus dem gleichen Fonds kann bei einem Umsatzrückgang im Zeitraum 1.3. bis 31.7.2020 ab 75 % um eine Förderung von max. € 1000,- angesucht werden.

Die Anträge für beide Maßnahmen kannst du vom 1.4.2020 bis 31.13.2020 stellen.

siehe hiezu:
https://www.wko.at/service/w/corona-hilfe-wiener-kleinbetriebe.html


Mitteilung 16.3.2020

Einkommenssteuer- und Körperschaftssteuervorauszahlungen/ Herabsetzung und zinsfreie Stundung:

Das Finanzministerium hat steuerliche Sonderregelungen beschlossen, die eine Herabsetzung und zinsfreie Stundung der Einkommenssteuer- und Körperschaftssteuervorauszahlungen ermöglichen. Voraussetzung für die Anwendung dieser Maßnahmen ist in allen Fällen, dass der*die Steuerpflichtige glaubhaft machen kann, dass er*sie von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine Coronavirus-Infektion zurückzuführen ist. Dazu zählt laut Information des Finanzministeriums auch der Ausfall von Kulturveranstaltungen aufgrund behördlicher Verbote oder Ertragseinbußen durch Änderung des Konsumverhaltens.

Für Fragen zu diesen Themen steht die Nummer 050 233 233 zum Ortstarif (Mo – Do 07:30 bis 15:30 Uhr; Fr 07:30 bis 12:00 Uhr) zur Verfügung

Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Webseite des Bundesministeriums unter: https://www.bmf.gv.at/public/informationen/coronavirus-hilfe.html


Herabsetzung und Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen für selbstständig Künstler*innen:

Für alle jene die vom Corona-Virus direkt oder indirekt Betroffen sind, sei es durch Erkrankung und Quarantäne oder wenn mit massiven Geschäftseinbußen zu rechnen ist und sich dadurch Zahlungsschwierigkeiten ergeben, bietet die SVS die Möglichkeit Beiträge stunden lassen oder in Raten zu bezahlen und die Beitragsgrundlage herabzusetzen. Es ist auch eine gänzliche oder teilweise Nachsicht der Verzugszinsen möglich.
SVS-Kundenberater sind (zumindest vorläufig) telefonisch unter 050 808 808 (Mo – Do 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr, Fr 07:30 Uhr bis 14:00 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Webseite der SVS unter: https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.857657&portal=svsportal&viewmode=content%C2%A0


Künstlersozialversicherungsfonds -Unterstützungsfonds des Künstlersozialversicherungs-Fonds für Künstler*innen:

Der Unterstützungsfonds des Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF) ist ein – unabhängig vom Corona-Virus bestehender – Fonds zur Unterstützung von Künstler*innen in Notsituationen. Er vergibt auf Antrag Beihilfen zur Deckung des notwendigen Lebensunterhalts von bis zu EUR 5.000,- an Künstler*innen mit Hauptwohnsitz in Österreich (unabhängig ob selbstständig und/oder unselbstständig tätig), die mit Einkommensausfällen wegen unvorhersehbaren / außergewöhnlichen Ereignisse konfrontiert sind. Kündigungen, Auftragsabsagen und sonstige Einkommensausfälle von Künstler*innen in Folge der Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung des Corona-Virus, können grundsätzlich als ein solches unvorhersehbares / außerordentliches Ereignis gewertet werden.

Zu beachten ist, dass für die Gewährung einer Beihilfe auch noch andere Voraussetzungen zu erfüllen sind, die immer im Einzelfall – nach Vorlage von Unterlagen – durch einen Beirat überprüft werden. Um einen Anspruch auf Beihilfe überprüfen zu können, benötigt der KSVF ein Ansuchen mittels eines Formulars.

Der KSVF kann Beihilfen nur nach Maßgabe der Richtlinien und vorhandenen Mittel gewähren.

Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Webseite des Künstlersozialversicherungsfonds unter: https://www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html


BILDRECHT – Soforthilfe SKE-Mittel

Die Verwertungsgesellschaften bieten Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Mitglieder. Voraussetzung dafür ist entsprechend die Mitgliedschaft bei der jeweiligen Verwertungsgesellschaft.

z.B. der Verwertungsgesellschaft BILDRECHT:

Für Mitglieder der BILDRECHT, deren Lebensunterhalt aufgrund der aktuellen Beschränkungen zur Vermeidung einer Ausbreitung des Corona-Virus gefährdet ist, stellt die BILDRECHT Sondermitteln aus dem SKE-Fonds zur Verfügung.

Weitere Informationen dazu findet ihr unter: https://www.bildrecht.at/bildurheberinnen/förderungen


Wer von euch im Nebenberuf von den von der Bundesregierung getroffenen Präventivmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen ist, findet hier weitere Informationen:

Corona-Kurzarbeitsmodell

Zur Bewältigung der Corona-Krise gibt es ein besonderes Kurzarbeitsmodell. Das Ziel von Kurzarbeit ist, die Arbeitskosten auf bestimmte Zeit zu reduzieren und gleichzeitig die Beschäftigten zu halten.
Damit wird es möglich, die Arbeitszeit auf bis zu null Stunden zu reduzieren und Arbeiternehmer*innen trotzdem in einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis bei fast vollem Lohnausgleich zu behalten.

Voraussetzungen für Kurzarbeitshilfe durch das AMS an Arbeitergeber*innen:

  • der*die Arbeitgeber*in muss neben dem Entgelt für die herabgesetzte Arbeitszeit dem*der Arbeitnehmer*in auch die ausfallende Arbeitszeit zum Teil vergüten (= Kurzarbeitsunterstützung);
  • Sozialpartnervereinbarung
  • Betriebsvereinbarung oder in Betrieben ohne Betriebsrat Einzelvereinbarungen
  • Zustimmung des Arbeitsmarktservice.

Zu beachten ist, dass, wenn das AMS die Kurzarbeit fördert, der Arbeitgeber während der Kurzarbeit kein Arbeitsverhältnis kündigen darf, es sei denn, dass das zuständige AMS in besonderen Fällen eine Ausnahme bewilligt.

Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite der Wirtschaftskammer Österreich unter: https://www.wko.at/service/faq-coronavirus-infos.html#heading_corona_kurzarbeit