Corona-Pandemie

CORONA-PANDEMIE

der Landesverband Wien/NÖ/Bgld. der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs,  ist als Standes- und Interessensvertretung in diesen schwierigen Zeiten im Rahmen  seiner Möglichkeiten für die Mitglieder da.

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus treffen alle in Österreich lebenden Menschen, aber zu jenen, welche gleich nach den ersten Schließungen besonders schnell betroffen wurden, zählen Künstler*innen und Kulturschaffende.

Informationen zu  bislang bekannter Unterstützungsmöglichkeiten
sind tieferstehend aufgelistet:

Außerdem finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport  in einem eigens zusammengestellten, laufend aktuallisierten FAQ-Katalog wichtige Informationen: https://www.bmkoes.gv.at/Themen/Corona/Corona-Kunst-und-Kultur.html

 

Das Bundesministerium
für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

hat eine eigene Kunst und Kulturhotline
Telefonnummer 01 53115 DW 202 555
eingerichtet.
Montag bis Freitag  zwischen 9:00  und 15:00 Uhr

 


Mitteilung  27.3.2020

Förderung aus dem Härtefall-Fonds
Quelle: WKÖ 

Höhe der Förderung

Der Härtefall-Fonds bringt einen Zuschuss, der auch später nicht zurückgezahlt werden muss und besteht aus zwei Phasen:

Phase 1 – Soforthilfe (Antragstellung ab 27.03., 17:00 Uhr) 

  • Bei einem Nettoeinkommen zwischen 5.527,92 Euro p.a. und 6.000 Euro p.a.: Zuschuss von 500 Euro
  • Bei einem Nettoeinkommen ab 6.000 Euro p.a.: Zuschuss von 1.000 Euro
  • Antragsteller, die über keinen Steuerbescheid verfügen, erhalten einen Zuschuss von 500 Euro.

Phase 2 (genaue Kriterien und Zeitpunkt sind seitens Regierung noch in Ausarbeitung): 

  • Der Zuschuss wird max. 2.000 Euro pro Monat auf maximal 3 Monate betragen.
  • Der Zuschuss richtet sich nach der Höhe der Einkommenseinbuße. 

Der Steuerbescheid muss zumindest für das Steuerjahr 2017 oder jünger vorliegen.

Anspruchsberechtigte

Beim Härtefall-Fonds wird auf den Unternehmer bzw. die Unternehmerin abgestellt. Eine Wirtschaftskammermitgliedschaft ist keine Voraussetzung. Antragsberechtigt sind folgende Gruppen:

  • Ein-Personen-Unternehmer
  • Kleinstunternehmer, die weniger als 10 Vollzeit-Äquivalente beschäftigen und max. 2 Mio. Euro Umsatz oder Bilanzsumme aufweisen.
  • Erwerbstätige Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
  • Neue Selbständige wie z.B. Vortragende und Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten
  • Freie Dienstnehmer wie Trainer oder Vortragende
  • Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich)

Anspruchskriterien

Die rechtliche Basis für die Förderung aus dem Härtefall-Fonds ist die entsprechende Richtlinie.

In dieser ist festgelegt, welche Voraussetzungen man nachweislich erfüllen muss, um eine Förderung zu bekommen. Grundsätzlich umfasst das Selbstständige, die von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19 betroffen sind.

Zum Zeitpunkt der Antragstellung sind nachfolgende Punkte zu erfüllen (gilt analog für freie Dienstnehmer):

  • Rechtmäßig selbstständiger Betreiber eines gewerblichen Unternehmens oder eines freien Berufes (egal ob Kammermitglied oder nicht)
  • Unternehmensgründung bis 31.12.2019 – Zeitpunkt: Eintragung der Gewerbeberechtigung oder Aufnahme unternehmerische Tätigkeit
  • Sitz oder Betriebsstätte in Österreich
  • Härtefall: Nicht mehr in der Lage, die laufenden Kosten zu decken oder behördlich angeordnetes Betretungsverbot oder Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum Vergleichsmonat des Vorjahres
  • Obergrenze: im letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahr darf Einkommen max. 80% der jährlichen sozialversicherungsrechtlichen Höchstbeitragsgrundlage betragen – wenn kein Einkommenssteuerbescheid vorhanden, dann eigene Schätzung der Einkünfte
  • Untergrenze: Pflichtversicherung in der Krankenversicherung – Einkünfte von zumindest 5.527,92 Euro p.a.
  • Keine weiteren monatlichen Einkünfte über der Geringfügigkeitsgrenze (460,66 Euro), z.B. aus Vermietung und Verpachtung
  • Keine Mehrfachversicherung in der Kranken- und/oder Pensionsversicherung
  • Keine weiteren Barzahlungen von Gebietskörperschaften aufgrund von COVID-19
  • Die Inanspruchnahme von Garantien und Kurzarbeit (für etwaige Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer bei Kleinstunternehmen) UND des Härtefall-Fonds ist ausdrücklich möglich.
  • Keine kumulierte Inanspruchnahme von Härtefall-Fonds UND der mit 15 Milliarden Euro dotierten Notfallhilfe für betroffene Branchen – eine spätere Anrechnung ist möglich
  • Kein Insolvenzverfahren anhängig und kein Reorganisierungsbedarf – die URG Kriterien (Eigenmittelquote weniger als 8%, fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre) dürfen im vergangenen Wirtschaftsjahr nicht verletzt worden sein

Von einer Förderung ausgenommen sind Personen, die zum Antragszeitpunkt eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung oder aus der gesetzlichen Pensionsversicherung beziehen.

Weitere Informationen dazu unter:
https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-epu-kleinunternehmen.html?shorturl=wkoat_haertefall-fonds


Künstler-Sozialversicherungsfonds

Kulturstadträtin Mag. Lunacek berichtet, dass für Künstler*innen ab 30.3.2020 Anträge für Zuwendungen des Künstler-Sozialversicherungsfonds gestellt werden können.

All jenen Künstlern, die nicht den Härtefallfonds in Anspruch nehmen können, steht somit die mit bis zu 5 Millionen Euro dotierte Soforthilfe im Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF) zur Verfügung.

Die Höhe der Auszahlungen entspreche jenen des Härtefallfonds, also insgesamt maximal 6.000 Euro, wobei es in einer ersten Phase bis zu 1.000 Euro, in einer zweiten Phase bis zu 2.000 Euro monatlich für maximal drei Monate gebe.

Der Antrag ist ab 30.3.2020 auf der Website www.ksvf.at abrufbar und kann dann per E-Mail, Fax oder Post eingereicht zu werden

Quelle: Kleine Zeitung



Mitteilung 21.3.2020

Verwertungsgesellschaft Bildrecht – Corona Überbrückungsfonds

Für Kunstschaffende, die durch die weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens in wirtschaftliche Bedrängnis geraten, bietet die österreichische Verwertungsgesellschaft Bildrecht eine rasche Überbrückungshilfe an.

Mit ihrem Corona Überbrückungsfonds stellt sie Sondermittel von einer halben Million Euro den mehr als 5500 Mitgliedern aus den Berufen der bildenden Kunst, Fotografie, Architektur, Grafik, Illustration, Karikatur, Comics, Design, Choreografie, Pantomime und Performance zur Verfügung.

Der Antrag auf Überbrückungshilfe kann ab sofort über die Webseite der Bildrecht unter :
https://www.bildrecht.at/bildurheberinnen/corona-überbrückungsfonds/ gestellt werden.


Abgesagte, geförderte Kunst-Projekte

Grundsätzlich sind die Fristen einzuhalten. Allerdings werden nach unseren Informationen für offene Abrechnungen derzeit keine Mahnungen und keine Rückforderungen ausgesandt.

Abgesagte und auf später verschobene Kunst-Projekte

In diesem Fall muss dies rechtzeitig der entsprechenden Fachabteilung des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport – für bildende Künstler*innen ist dies die Abt. IV/6
Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Foto, Medienkunst
(+43 1) 53115 – 20 68 10, Mail: bildende@bmkoes.gv.at

mitgeteilt werden und bei der Förderkontrolle per Mail (foerderkontrolle32@bmkoes.gv.at) um Fristverlängerung (inkl. Begründung und Angabe eines realistischen Durchführungszeitpunkts) angesucht werden.

Weitere Infos dazu:
https://www.bmkoes.gv.at/Themen/Corona/Corona-Kunst-und-Kultur.html



Mitteilung 20.3.2020

Mietenzuschuss und Förderung für
Künstler*innen mit einem Kleinunternehmen

Im Laufe dieser Woche wurden weitere regionale Maßnahmen  zuf Unterstützung veröffentlicht.
Für Künstler*innen mit einem Kleinunternehmen, welche Mitglied der Wirtschaftskammer (bei aufrechter Gewerbeberechtigung seit mindestens 2 Jahren) in Wien sind u.a. die nachstehenden Unterstützungsmaßnahmen von Interesse sein:

Aus dem „Notlagenfonds der Wirtschaftskammer Wien“ (20 Mio Euro bestückt) kann man bei einem nachzuweisenden Umsatzrückgang von 50 bis 74 Prozent während dem 1.3. und 31.7.2020 um einen Mietenzuschuss von max. € 600,- ansuchen.

Aus dem gleichen Fonds kann bei einem Umsatzrückgang im Zeitraum 1.3. bis 31.7.2020 ab 75 % um eine Förderung von max. € 1000,- angesucht werden.

Die Anträge für beide Maßnahmen kannst du vom 1.4.2020 bis 31.13.2020 stellen.

siehe hiezu:
https://www.wko.at/service/w/corona-hilfe-wiener-kleinbetriebe.html


Mitteilung 16.3.2020

Einkommenssteuer- und Körperschaftssteuervorauszahlungen/ Herabsetzung und zinsfreie Stundung:

Das Finanzministerium hat steuerliche Sonderregelungen beschlossen, die eine Herabsetzung und zinsfreie Stundung der Einkommenssteuer- und Körperschaftssteuervorauszahlungen ermöglichen. Voraussetzung für die Anwendung dieser Maßnahmen ist in allen Fällen, dass der*die Steuerpflichtige glaubhaft machen kann, dass er*sie von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine Coronavirus-Infektion zurückzuführen ist. Dazu zählt laut Information des Finanzministeriums auch der Ausfall von Kulturveranstaltungen aufgrund behördlicher Verbote oder Ertragseinbußen durch Änderung des Konsumverhaltens.

Für Fragen zu diesen Themen steht die Nummer 050 233 233 zum Ortstarif (Mo – Do 07:30 bis 15:30 Uhr; Fr 07:30 bis 12:00 Uhr) zur Verfügung

Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Webseite des Bundesministeriums unter: https://www.bmf.gv.at/public/informationen/coronavirus-hilfe.html


Herabsetzung und Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen für selbstständig Künstler*innen:

Für alle jene die vom Corona-Virus direkt oder indirekt Betroffen sind, sei es durch Erkrankung und Quarantäne oder wenn mit massiven Geschäftseinbußen zu rechnen ist und sich dadurch Zahlungsschwierigkeiten ergeben, bietet die SVS die Möglichkeit Beiträge stunden lassen oder in Raten zu bezahlen und die Beitragsgrundlage herabzusetzen. Es ist auch eine gänzliche oder teilweise Nachsicht der Verzugszinsen möglich.
SVS-Kundenberater sind (zumindest vorläufig) telefonisch unter 050 808 808 (Mo – Do 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr, Fr 07:30 Uhr bis 14:00 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Webseite der SVS unter: https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.857657&portal=svsportal&viewmode=content%C2%A0


Künstlersozialversicherungsfonds -Unterstützungsfonds des Künstlersozialversicherungs-Fonds für Künstler*innen:

Der Unterstützungsfonds des Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF) ist ein – unabhängig vom Corona-Virus bestehender – Fonds zur Unterstützung von Künstler*innen in Notsituationen. Er vergibt auf Antrag Beihilfen zur Deckung des notwendigen Lebensunterhalts von bis zu EUR 5.000,- an Künstler*innen mit Hauptwohnsitz in Österreich (unabhängig ob selbstständig und/oder unselbstständig tätig), die mit Einkommensausfällen wegen unvorhersehbaren / außergewöhnlichen Ereignisse konfrontiert sind. Kündigungen, Auftragsabsagen und sonstige Einkommensausfälle von Künstler*innen in Folge der Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung des Corona-Virus, können grundsätzlich als ein solches unvorhersehbares / außerordentliches Ereignis gewertet werden.

Zu beachten ist, dass für die Gewährung einer Beihilfe auch noch andere Voraussetzungen zu erfüllen sind, die immer im Einzelfall – nach Vorlage von Unterlagen – durch einen Beirat überprüft werden. Um einen Anspruch auf Beihilfe überprüfen zu können, benötigt der KSVF ein Ansuchen mittels eines Formulars.

Der KSVF kann Beihilfen nur nach Maßgabe der Richtlinien und vorhandenen Mittel gewähren.

Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Webseite des Künstlersozialversicherungsfonds unter: https://www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html


BILDRECHT – Soforthilfe SKE-Mittel

Die Verwertungsgesellschaften bieten Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Mitglieder. Voraussetzung dafür ist entsprechend die Mitgliedschaft bei der jeweiligen Verwertungsgesellschaft.

z.B. der Verwertungsgesellschaft BILDRECHT:

Für Mitglieder der BILDRECHT, deren Lebensunterhalt aufgrund der aktuellen Beschränkungen zur Vermeidung einer Ausbreitung des Corona-Virus gefährdet ist, stellt die BILDRECHT Sondermitteln aus dem SKE-Fonds zur Verfügung.

Weitere Informationen dazu findet ihr unter: https://www.bildrecht.at/bildurheberinnen/förderungen


Wer von euch im Nebenberuf von den von der Bundesregierung getroffenen Präventivmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen ist, findet hier weitere Informationen:

Corona-Kurzarbeitsmodell

Zur Bewältigung der Corona-Krise gibt es ein besonderes Kurzarbeitsmodell. Das Ziel von Kurzarbeit ist, die Arbeitskosten auf bestimmte Zeit zu reduzieren und gleichzeitig die Beschäftigten zu halten.
Damit wird es möglich, die Arbeitszeit auf bis zu null Stunden zu reduzieren und Arbeiternehmer*innen trotzdem in einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis bei fast vollem Lohnausgleich zu behalten.

Voraussetzungen für Kurzarbeitshilfe durch das AMS an Arbeitergeber*innen:

  • der*die Arbeitgeber*in muss neben dem Entgelt für die herabgesetzte Arbeitszeit dem*der Arbeitnehmer*in auch die ausfallende Arbeitszeit zum Teil vergüten (= Kurzarbeitsunterstützung);
  • Sozialpartnervereinbarung
  • Betriebsvereinbarung oder in Betrieben ohne Betriebsrat Einzelvereinbarungen
  • Zustimmung des Arbeitsmarktservice.

Zu beachten ist, dass, wenn das AMS die Kurzarbeit fördert, der Arbeitgeber während der Kurzarbeit kein Arbeitsverhältnis kündigen darf, es sei denn, dass das zuständige AMS in besonderen Fällen eine Ausnahme bewilligt.

Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite der Wirtschaftskammer Österreich unter: https://www.wko.at/service/faq-coronavirus-infos.html#heading_corona_kurzarbeit