Künstlerservice

SVA- und KSVF-Mitteilungen 2018

„Neue Selbstständige“ zu denen seit 2001 auch „freischaffende Künstler/innen gehören 2001 als “Neue Selbständige” unterliegen dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz.
Die SVA -Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (zuständige für Künstlerinnen und Künstler) teilte einige Änderungen mit, welche wir für unsere Mitglieder tieferstehend zusammengefasst haben:

Ab 1. Jänner 2018 gelten folgende neue Beträge in der Sozialversicherung:

Service-Entgelt für die e-card:

Höhe für das Jahr = 2019 € 11,70; wird im November 2018 eingehoben.

Höchstbeitragsgrundlagen

  1. Für den Bereich des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG)

Höchstbeitragsgrundlage          für Sonderzahlungen

monatlich                                 jährlich

Krankenversicherung, Unfallversicherung
und Pensionsversicherung                                      €          5.130,–                         €          10.260,–

Arbeitslosenversicherungsbeitrag und
Zuschlag nach dem

Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz (IESG)         €          5.130,–                         €          10.260,–

Bauarbeiter-Schlechtwetter                                    €          5.130,–                         €          10.260,–

Beitrag nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz      €          5.130,–                         €          10.260,–

Wohnbauförderungsbeitrag                                   €          5.130,–

Arbeiterkammerumlage                                         €          5.130,–

  1. Für den Bereich des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes (GSVG) und

des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes (BSVG)

Krankenversicherung+Pensionsversicherung     €          5.985,–

Geringfügigkeitsgrenze (Versicherungsgrenze)

- ASVG § 5 Abs. 2                                                   €            438,05

- für neue Selbständige nach dem GSVG          €            438,05

Erhöhung der Pensionen ab 1. Jänner 2018
Die Pensionen werden ab 1. Jänner 2018 nach den Bestimmungen des Pensionsanpassungsgesetzes 2018 (PAG) erhöht:
Beträgt das Gesamtpensionseinkommen nicht mehr als € 1.500,00 monatlich ist um 2,2% zu erhöhen,

wenn es über € 1.500,00 bis zu € 2.000,00 monatlich beträgt, um € 33,-

wenn es über € 2.000,00 bis zu € 3.355,00 monatlich beträgt, um 1,6%

wenn es über € 3.355,00 bis zu € 4.980,00 monatlich beträgt, um einen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 1,6% auf 0% linear absinkt.

Beträgt das Gesamtpensionseinkommen mehr als € 4.980,00 monatlich, so findet keine Erhöhung statt.
Richtsätze für Ausgleichszulagen

Die Richtsätze ab 1. Jänner 2018 betragen:

Alters- und Invaliditätspensionen

für Alleinstehende                                                                 €          909,42

für Ehepaare                                                                          €        1.363,52

Erhöhung für jedes Kind                                                     €           140,32

Witwen- und Witwerpensionen                                         €           909,42
Waisenpensionen bis zum 24. Lebensjahr

Halbwaisen                                                                             €          334,49

Vollwaisen                                                                              €          502,24

Waisenpensionen ab dem 24. Lebensjahr

Halbwaisen                                                                            €          594,40

Vollwaisen                                                                              €          909,42

Rezeptgebühr

Die Rezeptgebühr beträgt 2018  € 6,00

Für die Befreiung von der Rezeptgebühr (Antrag!) gelten ab 2018 folgende Grenzbeträge:

a) Für Personen, deren monatliche Nettoeinkünfte wie folgt nicht übersteigen:

für Alleinstehende €  909,42

für Ehepaare €  1.363,52

Diese Beträge erhöhen sich für jedes Kind um   €  140,32.

b) Für Personen, die infolge von Leiden oder Gebrechen überdurchschnittliche Ausgaben nachweisen (chronisch Kranke), deren monatl. Nettoeinkünfte wie folgt nicht übersteigen:

für Alleinstehende € 1.045,83

für Ehepaare €  1.568,05

für jedes weitere Kind sind hinzuzurechnen €  140,32

Leben im Familienverband des Versicherten Personen mit eigenem Einkommen, so ist dieses zu berücksichtigen.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.svagw.at/cdscontent/load?contentid=10008.647819&version=1513849055

Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF)

Bei der Versicherungsanstalt ist die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) können Künstler/innen beim Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF) um einen Zuschuss zu den Sozialversicherungsbeiträgen ansuchen.

Mit erstem Jänner 2018 müssen KünstlerInnen für Zuschüsse aus dem KSVF durch ihre künstlerische Tätigkeit ein Jahre-Mindesteinkommen von € 5 256,60 vorweisen. Die Obergrenze für einen Zuschuss aus dem KSVF für 2018 errechnet sich aus der Summe aller Einkünfte und beträgt € 28 473,25.

Der maximal mögliche KSVF-Zuschuss zu den SVA-Beiträgen von Künstle/innen wurde auf € 1.896,- erhöht.

Bei lang andauernden Erkrankungen (über 6 Wochen) ab 1.7.2018 gibt es die Unterstützungsleistung der SVA rückwirkend ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit.

Adresse, Telefon-Nr. und Öffnungszeiten des Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF):

Künstlersozialversicherungsfonds
1010 Wien, Goethegasse 1, Stiege 2, 4. Stock
Tel.: 01 / 586 71 85
Email: office@ksvf.at

Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-12 Uhr, Mittwoch auch 13-16 Uhr

Weitere Informationen finden sie unter:

www.ksvf.at


Rechtssicherheit für Selbständige

Selbständig oder doch Dienstnehmer? Ab 1. Juli 2017 gelten klare Spielregeln.

Auswirkungen durch die neue Rechtslage:
Zukünftig erhalten vor allem Neue Selbständige und Zweifelsfälle bei Gewerbetreibenden bei Neuanmeldung zu einer selbständigen Erwerbstätigkeit einen Fragebogen, welcher zur Überprüfung der Versicherungszuordnung, Selbständiger oder Dienstnehmer, benötigt wird. Die Entscheidung darüber ist für spätere Prüfungen bindend, solange sich der maßgebliche Sachverhalt nicht ändert.

Mit der neuen Gesetzeslage erhält die SVA, als zuständiger Versicherungsträger der Selbständigen, ein stärkeres Mitspracherecht und kann sich aktiver in die Verfahren einbringen. Damit kann sie die Interessen ihrer Versicherten, vor allem im Bereich der Rechtssicherheit, noch besser unterstützen.

Sollte es im Zuge einer späteren Prüfung aller lohnabhängigen Abgaben (GPLA-Prüfung) zu einer Umqualifizierung kommen, werden zukünftig die bereits bezahlten Beträge innerhalb der Träger gegengerechnet und dadurch die Nachzahlungen für die betroffenen Dienstgeber reduziert.

Nähere Infos siehe:   https://www.svagw.at/portal27/svaportal/content?contentid=10007.782558&viewmode=content


www.svagw.at mit mehr Online-Services, Handy-Signatur und neuem Look & Feel

28.12.2016

Viele Versicherte nutzen bereits regelmäßig die Online-Services der SVA Website. Um Komfort und Nutzerfreundlichkeit weiter zu erhöhen, bietet die SVA zum Jahreswechsel mehr digitale Angebote und Online-Services sowie zahlreiche Verbesserungen an der Website. Im Fokus des modernen und innovativen Online-Auftritts stehen zielgruppenspezifisch aufbereitete Informationen, ein klares Design sowie hohe Funktionalität in der Anwendung. „Mit dieser Erneuerung kommen wir als SVA den Bedürfnissen und Wünschen unserer Versicherten einen entscheidenden Schritt näher. Ein einheitlicher und moderner Online-Auftritt begleitet die organisationsweite Neuausrichtung zu einer der fortschrittlichsten und serviceorientiertesten Gesundheitsdienstleisterinnen Österreichs“, erklärt Alexander Herzog, Obmann-Stellvertreter der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA).

Mehr Online-Services
„Wir bauen unsere Online-Services für unsere Kunden laufend aus und vereinen damit Kundenorientierung und Innovation”, so Herzog. Ab sofort kann eine Vielzahl von Angeboten und Informationen online per Handy-Signatur genutzt bzw. abgerufen werden. Daher wurden im Zuge des Re-Designs der Homepage die SVA Online-Services anhand der Lebenslagen (wie z.B. Kinder & Familie, Versicherung & Beiträge, Unternehmensgründung etc.) übersichtlicher sortiert und die meist genutzten Online-Services in einer Hitliste extra hervorgehoben. Zusätzlich wurden einige SVA Online-Services ausgebaut und verbessert.

Handy-Signatur Aktivierung in Ihrer SVA Landesstelle
Voraussetzung für die Nutzung der SVA Services ist unter anderem die Handy-Signatur. Dazu muss das Handy freigeschalten werden. Die kostenlose Aktivierung kann online z.B. über FinanzOnline oder persönlich erfolgen. „Auch wir als SVA können Ihre Handysignatur aktivieren. Das wird von speziell ausgebildeten Mitarbeitern durchgeführt und ist in wenigen Minuten erledigt. Wir benötigen dazu nur einen amtlichen Lichtbildausweis und ihr Mobiltelefon“, erklärt Herzog.

Neue SVA Website bietet umfangreiche Informationen
Neu ist aber nicht nur die Ausweitung der SVA Online-Services, sondern auch die übersichtliche und nutzerfreundliche Gestaltung der SVA Website ( www.svagw.at). In einem neuen und modernen Design werden die Kunden noch umfangreicher über die Leistungen und Angebote der SVA informiert. Neben der Gliederung der „Online-Services“ und „Formulare“ wurde ein neuer Menüpunkt „Info-Service“ hinzugefügt. Dieser bietet einen besseren Überblick über Broschüren, Informationsblätter sowie Videos. „Mit den Online-Services bieten wir unseren Versicherten ergänzend zu den bisherigen Kommunikationskanälen eine Informationsschiene an, die sie jederzeit, auch am Wochenende nutzen können“, so Herzog abschließend.

Die neuen Online-Services im Detail:

Online-Beitragskonto für Versicherte

  • Ab sofort gibt es eine neue Anzeige aller Kontobewegungen des Beitragskontos seit der letzten Vorschreibung, inkl. der Transaktionsart (beispielsweise Zahlung oder Gutschrift) sowie deren Beträge.
  • Durch die Überarbeitung des Designs ist die Anzeige von Detailinformation zu einzelnen Vorschreibungen auf Web-Oberfläche übersichtlicher aber auch das Herunterladen der Beitragsvorschreibung dadurch einfacher in der Handhabung.
  • Zusätzlich können nun online Anträge zur Rücküberweisung eines positiven Saldos gestellt werden.


Online Beitragskonto für Bevollmächtigte

  • Bietet die gleichen Funktionalitäten wie das Beitragskonto für Versicherte.
  • Zusätzlich wurde der Zugriff und die Verwaltung von Klientenkontos vereinfacht.


Herunterladen von Bescheinigungen

  • Versicherungs- und Saldenbestätigung können ab jetzt jederzeit heruntergeladen werden.

SVA Versicherte können in Ihrem „Online Beitragskonto“ auch weiterhin die Beitragsvorschreibung, Jahres- und Saldenübersichten, sowie Informationen zu den Beitragsgrundlagen aufrufen.



Neue Bestimmung bei geringfügigen Beschäftigungen ab 2017

Ab 2017 wird die tägliche Geringfügigkeitsgrenze abgeschafft.  Ab 1. Jänner 2017 ist für die Beurteilung, ob ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt, nur mehr die monatliche Geringfügigkeitsgrenze maßgeblich.

Aus der Information der Wiener Gebietskrankenkasse die neue Bestimmung im Wortlaut:

  • Ein Beschäftigungsverhältnis gilt als geringfügig, wenn daraus im Kalendermonat kein höheres Entgelt als € 425,70 (voraussichtlicher Wert 2017) gebührt.
  • Kein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis liegt vor, wenn das im Kalendermonat gebührende Entgelt den Betrag nur deshalb nicht übersteigt, weil die für mindestens einen Monat oder auf unbestimmte Zeit vereinbarte Beschäftigung im Laufe des betreffenden Kalendermonates begonnen oder geendet hat oder unterbrochen  wurde.

Kinder bis zum 27. Lebensjahr bei der SVA gratis mitversichern

23.09.2016

SVA kann die Mitversicherung befristet weiterführen, wenn noch keine Arbeitsstelle gefunden wurde bzw. ein Studium begonnen hat.

Ein neues Schul- bzw. Studienjahr hat begonnen und damit macht man sich auch Gedanken über die Mitversicherung des eigenen Kindes. Mit der Matura endet für die meisten Beteiligten die eigentliche Schulausbildung. Dies führt in Verbindung mit dem 18. Geburtstag dazu, dass die Mitversicherung in der Krankenversicherung der Kinder grundsätzlich endet.

„Wir können den Versicherungsschutz für Ihr Kind oder Ihre Kinder rasch und unkompliziert verlängern,” so Alexander Herzog, Obmann-Stv. der SVA. Wenn die Tochter oder der Sohn erst nach der Matura volljährig werden, so endet der Versicherungsschutz nicht mit der Matura, sondern erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres.

„Wenn der Sohn oder die Tochter jetzt im Herbst den Präsenz- oder Zivildienst noch vor sich hat oder studieren möchte, dann können unsere SVA Versicherten eine Kopie des Maturazeugnisses sowie eine kurze Information über die Weiterbildungspläne ihres Kindes an die SVA schicken. Wir verlängern die Mitversicherung dann vorläufig entsprechend”, erklärt Herzog.

Eine derartige Mitversicherung aufgrund einer Schul- oder Berufsausbildung ist maximal bis zum vollendeten 27. Lebensjahr möglich. Voraussetzung dafür ist entweder der Bezug von Familienbeihilfe für das Kind oder der Nachweis des Studienerfolges. Der Versicherungsschutz ist – wie bei unter 18-jährigen Kindern – frei von Beiträgen sowie Selbstbehalten und somit gratis.

Für den Fall, dass das Kind des Versicherten nach der Schulausbildung nicht sofort eine Arbeitsstelle findet oder nicht gleich die weitere Berufsausbildung beginnen kann, bietet die SVA auch die Möglichkeit, den Versicherungsschutz zu verlängern. „Im Fall der Erwerbslosigkeit kann die SVA die Mitversicherung um bis zu 24 Monate weiter verlängern. Voraussetzung ist allerdings, dass das Kind seit dem 18. Geburtstag oder dem Schulabschluss ohne Beschäftigung ist”, meint Herzog.

Sollte ein Kind aus gesundheitlichen Gründen zur Gänze erwerbsunfähig sein, dann verlängert die SVA die Mitversicherung auch über das 18. Lebensjahr hinaus, solange die Erwerbsunfähigkeit vorliegt.

Für nähere Auskünfte steht Ihnen das VersicherungsService Ihrer SVA Landesstelle gerne zur Verfügung. Telefonnummern und E-Mail-Adressen finden Sie auf der SVA Homepage: www.svagw.at.

SVA – Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft
Die SVA ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Selbständige und betreut als Gesundheitsversicherung rund 792.000 Kunden. Als gesetzliche Pensionsversicherung ist die SVA für 427.000 Versicherte zuständig. Nach dem Motto „Gesund ist gesünder” setzt die SVA verstärkt auf Prävention und bietet ihren Versicherten spezielle Vorsorgeprogramme (zum Beispiel: „Selbständig Gesund”) an.


neuer Umsatzsteuersatz für den Verkauf von Kunstwerken ab 2016:

Der Steuersatz iHv 13% (§ 10 Abs. 3 UStG 1994) gilt für:
Lieferungen und die Einfuhr der in der Anlage 2 aufgezählten Gegenstände, beispielsweise lebende Tiere und Pflanzen, Blumen, Futtermittel;
Einfuhr von Kunstgegenständen, Sammlungsstücken, etc.;
Lieferungen von Kunstgegenständen (außer Differenzbesteuerung);
Aufzucht, Mästen und Halten von gewissen Tieren (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Hausgeflügel, etc.) und Anzucht von Pflanzen sowie Leistungen, die unmittelbar der Vatertierhaltung, der Tierzucht oder der künstlichen Tierbesamung der genannten Tiere dienen;
Künstler;
Schwimmbäder und Thermalbehandlungen;
Film- und Zirkusvorführungen sowie Schausteller;
Personenbeförderung mit Luftverkehrsfahrzeugen;
Jugend-, Erziehungs-, Ausbildungs-, Fortbildungs- und Erholungsheime (sofern nicht befreit oder der Steuersatz iHv 10% anzuwenden ist);
Wein ab Hof;
Eintrittsberechtigungen zu sportlichen Veranstaltungen.

Achtung: Darüber hinaus ist der ermäßigte Steuersatz iHv 13% ab 1. Mai 2016 für folgende Umsätze anzuwenden:
Beherbergung in eingerichteten Wohn- und Schlafräumen sowie Vermietung (Nutzungsüberlassung) von Grundstücken für Campingzwecke;
Theater, Musik- und Gesangsaufführungen, Museen, botanische oder zoologische Gärten bzw. Naturparks (sofern nicht befreit oder der Steuersatz iHv 10% anzuwenden ist).

Wurde für diese Leistungen vor dem 1. September 2015 eine An- oder Vorauszahlung (bei Beherbergung auch Buchung erforderlich) vorgenommen, unterliegen diese Umsätze bis 31. Dezember 2017 dem ermäßigten Steuersatz iHv 10%.


Der Unterstützungsfonds ist zwar formal beim KSVF angesiedelt, beantragen können aber alle KünstlerInnen, egal ob Anspruch auf einen Zuschuss aus dem KSVF zu den Sozialversicherunsgbeiträgen besteht oder nicht, und egal ob selbstständig oder unselbstständig tätig.

Der Rahmen für eine Unterstützung ist im KSVF-Gesetz bzw. näher in den Richtlinien des Unterstützungsfonds definiert: Eine allgemeine soziale Notlage reicht leider nicht aus für eine Unterstützung. Der “besonders berücksichtigungswürdige Notfall“ muss durch ein auslösendes Ereignis verursacht sein, z. B. eine langandauernde Erkrankung oder das Kaputtgehen eines Arbeitsgerätes.

Den Leitfaden für Anträge beim Unterstützungsfonds des KünstlerInnen-Sozialversicherungsfonds des Kulturrat Österreich (Version 1.0.) finden Sie unter
http://kulturrat.at/agenda/sozialerechte/ksvf_u_fonds


Das Steuerreformgesetz hat per 1.1.2016 auch einige sozialversicherungsrechtliche Änderungen für Selbständige mit sich gebracht.
Die SVA hat mit praxisbezogen Neuerungen aufzuwarten:
flexible Anpassung der vorläufigen Beiträge,
Möglichkeit der monatlichen Einziehung der Beiträge,
Abschaffung der höheren Versicherungsgrenze (Mindestbeitragsgrundlage) u.a.m.
Und wie jedes Jahr haben sich auch 2016 einige Werte rund um Sozialversicherung und Künstler_innensozialversichungsfonds (KSVF) geändert.
Abgesehen davon möchten wir einmal mehr auf die Möglichkeit der Befreiung von Rezeptgebühr und Selbstbehalt (bei Leistungen aus der Krankenversicherung der SVA) aufmerksam machen. SVA-Versicherte, die von der Rezeptgebühr gefreit sind, können außerdem den jährlichen Heizkostenzuschuss der SVA in der Höhe von 100 Euro erhalten (formloser Antrag bis spätestens 16.3.2016!). http://esv-sva.sozvers.at


Informationen vor 2016, welche noch Gültigkeit haben:
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NEU: Ende Jänner 2015 wurde eine Novelle des KSVF-Gesetzes veröffentlicht, die zum Teil rückwirkend per 1.1.2014 gilt.

Zu den zentralen Punkten zählen massive Erleichterungen, die sog. Untergrenze (“Einkünfte aus selbständiger künstlerischer Tätigkeit”) zu erreichen. Es gibt nun eine Reihe von Ausnahmeregelungen, z.B.: Einnahmen statt Einkünfte, teilweise Anrechnung künstlerischer Nebentätigkeiten, Umverteilungsmöglichkeit auf drei Jahre, fünf sogenannte Bonusjahre. Für viele Künstler_innen, die bislang keine Chance auf einen Zuschuss hatten, sollte diese Förderung der sozialen Absicherung nun leichter zugänglich sein (dzt. beträgt der Zuschuss bis zu 1.722 Euro pro Jahr). Fakt ist aber auch: Die Untergrenze ist zwar merklich aufgeweicht, doch sie besteht leider weiterhin. Die Gesetzgeber_in geht jedenfalls von etwa 500 zusätzlichen Künstler_innen aus, die in Folge der neuen Rechtslage einen Zuschuss beziehen können. Auch die Obergrenze (Summe aller Einkünfte) wurde angehoben.

Außerdem neu: Ein Unterstützungsfonds. Der KSVF kann bis zu 500.000 Euro jährlich zur Unterstützung in sozialen Notlagen vergeben. Anträge sind an den KSVF zu richten: http://www.ksvf.at

Der Wermutstropfen im Paket mit diesen Verbesserungen im KSVFG ist die Einnahmenseite: Die Abgaben für Kabelrundfunk und SAT-Anlagen wurden für weitere drei Jahre (bis 2020) gesenkt. Die nächsten Jahre ist der KSVF aufgrund von Rücklagen aus den vergangenen Jahren jedenfalls noch abgesichert.

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