Informationen

2020


Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF)

Der Künstlersozialversicherungsfonds leistet Zuschüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen der selbständigen Künstlerinnen und Künstler, kann in besonderen Notfällen Beihilfen zahlen und hebt die Abgaben zur Aufbringung der hierfür erforderlichen Mittel ein.

Mit erstem Jänner 2020 müssen KünstlerInnen für Zuschüsse aus dem KSVF durch ihre künstlerische Tätigkeit ein Jahre-Mindesteinkommen von € 5.527,92 vorweisen. Die Obergrenze für einen Zuschuss aus dem KSVF für 2020 errechnet sich aus der Summe aller Einkünfte und beträgt € 29.942,90.

Innerhalb von 5 Jahren können Beihilfen in Höhe von maximal € 12.500,– gewährt werden.

Adresse, Telefon-Nr. und Öffnungszeiten des Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF): Künstlersozialversicherungsfonds
1010 Wien, Goethegasse 1, Stiege 2, 4. Stock
Tel.: 01 / 586 71 85
Email: help@ksvf.at

Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-12 Uhr, Mittwoch auch 13-16 Uhr
weitere Informationen unter www.ksvf.at


Die Kleinunternehmergrenze wurde angehoben und der Steuersatz für e-Publikationen erfuhr eine Änderung. Auch die Grenze für sofort abschreibbare geringwertige Wirtschaftsgüter wurde angehoben.

Kleinunternehmergrenze

Die Kleinunternehmergrenze wird von netto € 30.000 auf € 35.000 angehoben. Gleiches gilt auch für die Anpassung der Befreiung von der Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung.
Wenn vor dem 1.1.2020 innerhalb der letzten vier Jahre die Toleranzgrenze von 15 % schon einmal „ausgenutzt“ wurde, kann die ab 1.1.2020 geltende neue Toleranzgrenze trotzdem in Anspruch genommen werden. Die endgültige Überarbeitung der Umsatzsteuerrichtlinien bleibt allerdings abzuwarten.


Geringfügige Beschäftigung in Österreich:

Eine sogenannte geringfügige Beschäftigung gilt, wenn die das monatliche Einkommen die Geringfügigkeitsgrenze von € 460,66 (ab 2020) nicht überschreitet.
(Seit Anfang 2019 gibt es keine tägliche Geringfügigkeitsgrenze mehr.)
Weitere Informationen dazu unter: https://www.finanz.at/steuern/geringfuegige-beschaeftigung


Steuersatz für e-Publikationen

Der ermäßigte Steuersatz von 10 % auf Druckwerke gilt nun auch für Elektronische Publikationen. Die e-Publikationen dürfen jedoch nicht vollständig oder im Wesentlichen aus Video- oder Musikinhalten bestehen oder für Werbezwecke dienen.


Geringwertige Wirtschaftsgüter

Die Grenze für sofort abschreibbare geringwertige Wirtschaftsgüter wird von € 400 auf € 800 Euro. Danach soll sie schrittweise auf bis zu 1.000 Euro angehoben werden. Wirtschaftsgüter unter 800 Euro (Computer / PC, Notebooks, Smartphones ect.) können also sofort in der Arbeitnehmerveranlagung beziehungsweise der Einkommensteuererklärung abgeschrieben werden.


Für das Kalenderjahr 2020 gelten folgende nachstehende Werte für Geringfügigkeitsgrenze und Höchstbemessungsgrundlage.

Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass einige Kundmachung erst erfolgen werden, sodass diese Werte vorerst unverbindlich sind.

Für 2020 gelten folgende Sozialversicherungswerte:

Geringfügigkeitsgrenze monatlich € 460,66

Grenzwert für pauschalierte Dienstgeberabgabe € 690,99

Höchstbeitragsgrundlage täglich € 179,00

Höchstbeitragsgrundlage monatlich € 5.370,00

Höchstbeitragsgrundlage monatlich für Freie DN
ohne Sonderzahlungen; GSVG, BSVG € 6.265,00

Höchstbeitragsgrundlage (jährlich)
für Sonderzahlungen € 10.740,00

Aufwertungszahl = 1,031

 

Einkommensgrenze für Kleinunternehmerregelung             € 5.527,92

Umsatzgrenze für Kleinunternehmerregelung                       € 35.000,00

Unfallversicherungsbeitrag (Gewerbetreibende)                   € 10,09
monatlich/121,08 jährlich

 

Versicherungsgrenzen und Beitragsgrundlagen für Neue Selbstständige

Jährlich – € 5.527,92

Beitragsgrundlagen für Gewerbetreibende

MindestBG in der PV – € 574,36 monatlich/6.892,32 jährlich
MindestBG in der KV – € 460,66 monatlich/5.527,92 jährlich

Höchstbeitragsgrundlage GSVG/FSVG
€ 6.265,00 monatlich/75.180,00 jährlich


Pensionsanpassung 2020

Pensionen werden mit Wirksamkeit ab dem 1. Jänner eines jeden Jahres grundsätzlich mit dem Anpassungsfaktor angepasst. Bei der Ermittlung des Anpassungsfaktors wird die Inflationsrate berücksichtigt.

Aufgrund der Entwicklung der Inflationsrate im Zeitraum von August 2018 bis Juli 2019 wurde der Anpassungsfaktor (Richtwert) für das Jahr 2020 mit 1,018 festgesetzt.

Die nach dem Gesamtpensionseinkommen abgestufte Pensionserhöhung für das Jahr 2020 trägt eine soziale Komponente in sich. Abweichend vom Anpassungsfaktor wird das Gesamtpensionseinkommen folgendermaßen erhöht:

  1. wenn die Pension nicht mehr als 1.111 Euro beträgt, um 3,6 Prozent
  2. wenn die Pension über 1.111 Euro bis zu 2.500 Euro beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 3,6 Prozent auf 1,8 Prozent linear absinkt
  3. wenn die Pension über 2.500 Euro bis zu 5.220 Euro beträgt, um 1,8 Prozent
  4. wenn die Pension über 5.220 Euro beträgt, um 94 Euro.

Grundlage für die Berechnung des Anpassungsbetrags ist jeweils die Summe der von einer Person bezogenen Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung und allfällige Pensionen anderer Rechtsträger, die den Sonderpensionenbegrenzungsgesetz unterliegen.

Die Pensionsanpassung gilt für alle Personengruppen im Rahmen der gesetzlichen Pensionsversicherung sowie die Beamtenpensionen und wirkt pensionsniveauerhöhend.

Die Ausgleichszulagenrichtsätze werden im Jahr 2020 nicht um 1,8 Prozent erhöht, sondern sind mit dem Faktor 1,036 zu vervielfachen.


Seit 2016

Umsatzsteuersatz für den Verkauf von Kunstwerken ab 2016:

Steuersatz iHv 13% (§ 10 Abs. 3 UStG 1994)