Informationen

2022

Mitteilung vom Jänner 2022

UMSATZSTEUER

Senkung der Umsatzsteuer auf 5 Prozent ist mit 31.12.2021 ausgelaufen.
Derzeit gelten wieder 13 % Umsatzsteuer

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SOZIALVERSICHERUNG
Quelle: https://www.gesundheitskasse.at

Veränderliche Werte 2022

Die Aufwertungszahl für 2022 beträgt 1,021 und wurde mittels dem BGBI. II Nr. 590/2021 offiziell kundgemacht. Daraus ergeben sich für das Jahr 2022 nachstehende veränderliche Werte:

  • Geringfügigkeitsgrenze monatlich: 485,85 Euro
  • Grenzwert für die Dienstgeberabgabe (DAG): 728,78 Euro
  • Höchstbeitragsgrundlage monatlich: 5.670,00 Euro (täglich 189,00 Euro)
  • Höchstbeitragsgrundlage jährlich für Sonderzahlungen: 11.340,00 Euro
  • Höchstbeitragsgrundlage monatlich für freie Dienstnehmerinnen und freie Dienstnehmer ohne Sonderzahlungen: 6.615,00 Euro

Grenzbeträge zum Arbeitslosenversicherungsbeitrag 
Die Grenzbeträge zum Dienstnehmeranteil am Arbeitslosenversicherungsbeitrag bei geringem Einkommen betragen ab 01.01.2022:

  • bis 1.828,00 Euro: 0 Prozent
  • über 1.828,00 Euro bis 1.994,00 Euro: 1 Prozent
  • über 1.994,00 Euro bis 2.161,00 Euro: 2 Prozent
  • über 2.161,00 Euro: 3 Prozent 

Monatliche Beitragsgrundlage
für Versicherte, die kein Entgelt oder keine Bezüge erhalten: 914,70 Euro (täglich 30,49 Euro).

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PENSIONEN
Quelle: https://www.pv.at/cdscontent/?contentid=10007.707564&portal=pvaportal

Änderungen im Pensionsrecht ab 01.01.2022

Im neuen Jahr gibt es erneut wesentliche gesetzliche Änderungen. Die Abschlagsfreiheit läuft aus, der Frühstarterbonus wird eingeführt und Pensionist*innen mit einem Pensionsstichtag im Jahr 2021 erhalten ihre erstmalige Pensionserhöhung in Form eines gesetzlich gestaffelten Prozentsatzes des Erhöhungsbetrages (Anpassungsverzögerung).

Anpassungsverzögerung bei erstmaliger Pensionserhöhung ab 01.01.2022

Pensionist*innen mit einem Pensionsstichtag im Jahr 2021 erhalten ab 01.01.2022 ihre erstmalige Pensionserhöhung in Form eines gesetzlich gestaffelten Prozentsatzes des Erhöhungsbetrages (Anpassungsverzögerung). Dieser Erhöhungsbetrag ergibt sich aus der Anwendung des Anpassungsfaktors und dem Monat des Pensionsstichtages.

Dieser gestaffelte Prozentsatz des Erhöhungsbetrages beträgt

100 %, wenn der Stichtag im Jänner;
90 %, wenn der Stichtag im Februar;
80 %, wenn der Stichtag im März;
70 %, wenn der Stichtag im April;
60 %, wenn der Stichtag im Mai;
50 %, wenn der Stichtag im Juni;
40 %, wenn der Stichtag im Juli;
30 %, wenn der Stichtag im August;
20 %, wenn der Stichtag im September;
10 %, wenn der Stichtag im Oktober;
0 %, wenn der Stichtag im November oder Dezember (daher keine Erhöhung) des Kalenderjahres liegt, das der Anpassung vorangegangenen ist.

Pensionen mit einem Stichtag bis 31.12.2020 werden ab 01.01.2022 wie bisher mit dem vollen Erhöhungsbetrag (100%) erhöht.

Frühstarterbonus

Der Frühstarterbonus wird für Personen eingeführt, die früh zu arbeiten begonnen haben. Er gebührt zu Eigenpensionen frühestens ab einem Pensionsstichtag 01.01.2022, wenn mindestens

  • 300 Beitragsmonate auf Grund einer Erwerbstätigkeit (=25 Jahre) und davon
  • 12 Beitragsmonate auf Grund einer Erwerbstätigkeit (=1 Jahr) vor dem 20. Lebensjahr zum Pensionsstichtag vorliegen. 

Wird jedoch eine Korridor-, Schwerarbeits-, Langzeitversicherungspension oder eine Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension abschlagsfrei zuerkannt, gebührt kein Frühstarterbonus.

Höhe (Bruttowerte 2022):

  • EUR 1,00 für jeden Beitragsmonat der Pflichtversicherung aufgrund einer Erwerbstätigkeit vor dem 20. Lebensjahr
  • EUR 60,00 maximal

Der Frühstarterbonus gebührt auch zu den Pensionssonderzahlungen (13. und 14. Pension). Eine jährliche Anpassung des Frühstarterbonus erfolgt gemeinsam mit der Pension – erstmals ab 01.01.2023.

Abschlagsfreiheit

Die Abschlagsfreiheit wird mit Ablauf des 31.12.2021 aufgehoben.

Ausnahme:
Bei Vorliegen von mindestens 540 Beitragsmonaten auf Grund einer Erwerbstätigkeit bis spätestens 31.12.2021 wird die Korridor-, Schwerarbeits- und Langzeitversicherungspension weiterhin abschlagsfrei zuerkannt. Zu den
540 Beitragsmonaten zählen auch maximal 60 Monate der Kindererziehung. Zeiten des Präsenz- und Zivildienstes werden nicht berücksichtigt.

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Pensionserhöhung ab 1. Jänner 2022

Für das Jahr 2022 erfolgt, abhängig vom monatlichen Gesamtpensionseinkommen (brutto), eine abgestufte Pensionserhöhung:

bis Euro 1.000,00 – 3,0 %
von Euro 1.000,00 bis Euro 1.300,00 – 3,0 % bis 1,8 %
ab Euro 1.300,01 – 1,8 %

Zum Gesamtpensionseinkommen zählen die Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung sowie Leistungen, die vom Sonderpensionenbegrenzungsgesetz erfasst sind sowie Ruhe- und Versorgungsbezüge nach dem Bundesbahn-Pensionsgesetz, sofern auf diese am 31. Dezember 2021 Anspruch besteht.

Erhöhung der Ausgleichszulagenrichtsätze ab 1. Jänner 2022

Richtsätze – Bezieher/innen einer Eigenpension

für Alleinstehende

EUR 1.030,49

für Ehepaare *)

EUR 1.625,71

*) gilt auch für gleichgeschlechtliche Paare in einer eingetragenen Partnerschaft


Richtsätze – Bezieher/innen einer Hinterbliebenenpension

für Witwen/Witwer, für hinterbliebene
eingetragene Partner/innen

EUR 1.030,49

für Halbwaisen bis zur Vollendung des
24. Lebensjahres

EUR 379,02

für Vollwaisen bis zur Vollendung
des 24. Lebensjahres

EUR 569,11

für Halbwaisen nach Vollendung
des 24. Lebensjahres

EUR 673,53

für Vollwaisen nach Vollendung
des 24. Lebensjahres

EUR 1.030,49

 

Ausgleichszulagenbonus / Pensionsbonus

Unter bestimmten Voraussetzungen gebührt Personen, solange sie ihren rechtmäßigen, gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben und das Gesamteinkommen den jeweiligen Grenzwert nicht übersteigt,

  • ein Ausgleichszulagenbonus, wenn eine Ausgleichszulage zu einer Eigenpension bezogen wird oder
  • ein Pensionsbonus, wenn keine Ausgleichszulage zu einer Eigenpension bezogen wird.

Ausgleichszulagenbonus / Pensionsbonus ab 1. Jänner 2022

Ausgleichszulagenbonus / Pensionsbonus

Grenzwert

Alleinstehende Eigenpensionsbezieher/innen, die bis zum Stichtag mindestens 360 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben haben. Die maximale Höhe des Bonus beträgt EUR 155,36.

EUR 1.141,83

Alleinstehende Eigenpensionsbezieher/innen, die bis zum Stichtag mindestens 480 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben haben. Die maximale Höhe des Bonus beträgt EUR 396,21.

EUR 1.364,11

Verheiratete bzw. in einer eingetragenen Partnerschaft im gemeinsamen Haushalt lebende Eigenpensionsbezieher/innen, die bis zum Stichtag mindestens 480 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben haben. Die maximale Höhe des Bonus beträgt EUR 395,78.

EUR 1.841,29

Pensionsanpassung

Die Pensionen aus der Pensionsversicherung werden grundsätzlich jährlich angepasst. Bei der Ermittlung des Anpassungsfaktors wird die Erhöhung der Verbraucherpreise (Inflationsrate) berücksichtigt.
Den Prozentsatz für die Pensionserhöhung legt der Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz fest.

 

2021

Mitteilung vom 31.8.2021

SVS – SOZIALVERSICHERUNG DER SELBSTÄNDIGEN
Mitversicherte Kinder: Nachweise einreichen

In Kürze beginnt das neue Schul- bzw. Studienjahr. Kinder sind bei der SVS grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres beitragsfrei bei ihren Eltern mitversichert. Dieser Schutz kann bis zum 27. Lebensjahr verlängert werden, wenn Ihr Kind weiterhin eine Schul- oder Berufsausbildung macht oder studiert. Informationen, von wem die SVS für die Mitversicherung jetzt welche Nachweise benötigt, finden Sie unter:

https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.868623&portal=svsportal

und bei der SOZIALVERSICHERUNG DER SELBSTÄNDIGEN

Wiedner Hauptstraße 84-86, A-1051 Wien
Tel: 050 808 808


Die SVS bietet individuelle Ratenzahlungen und Lösungen für ihre Versicherten:

  • Mit der Beitragsvorschreibung wurde auf den jeweils aktuellen Stand aufmerksam gemacht.
  • Mit Ende Februar wurden die ersten Mahnungen verschickt. Die Mahnung ist als Informationsschreiben zu sehen. Der Versicherte kann umgehend den Anstoß für eine Zahlungsvereinbarung geben.
  • Ratenzahlungen sind derzeit mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2023 möglich.
  • Die erste Teilzahlung (bei halbjährlicher Ratenzahlung) ist derzeit spätestens im Juni 2021 fällig.
  • Mit dem Antrag auf Stundung und Ratenzahlung kann gleichzeitig ein Antrag zur Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage gestellt werden.
  • Die Zinsen können auf Antrag individuell angepasst werden: von den gesetzlich festgelegten 3,38 % auf 0 % im Einzelfall. Voraussetzung ist, dass die Zahlung der vollen Zinsen die wirtschaftlichen Verhältnisse gefährden würde.
  • Die laufenden Beiträge können in den Zahlungsvereinbarungen mitberücksichtigt werden.
  • Die SVS-Beiträge sind pensionsrelevant. Keine Zahlung = keine Versicherungszeiten. Pensionsantrittszeitpunkt und Pensionshöhe werden daher unmittelbar beeinflusst.
  • Mit dem neuen Fixkostenzuschuss können seit Ende des Jahres 2020 die Sozialversicherungsbeiträge geltend gemacht werden.

2020


Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF)

Der Künstlersozialversicherungsfonds leistet Zuschüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen der selbständigen Künstlerinnen und Künstler, kann in besonderen Notfällen Beihilfen zahlen und hebt die Abgaben zur Aufbringung der hierfür erforderlichen Mittel ein.

Mit erstem Jänner 2020 müssen KünstlerInnen für Zuschüsse aus dem KSVF durch ihre künstlerische Tätigkeit ein Jahres-Mindesteinkommen von
€ 5.527,92 vorweisen. Die Obergrenze für einen Zuschuss aus dem KSVF für 2020 errechnet sich aus der Summe aller Einkünfte und beträgt € 29.942,90.

Innerhalb von 5 Jahren können Beihilfen in Höhe von maximal € 12.500,– gewährt werden.

Adresse, Telefon-Nr. und Öffnungszeiten des Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF): Künstlersozialversicherungsfonds
1010 Wien, Goethegasse 1, Stiege 2, 4. Stock
Tel.: 01 / 586 71 85
Email: help@ksvf.at

Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-12 Uhr, Mittwoch auch 13-16 Uhr
weitere Informationen unter www.ksvf.at


Mitteilung 21.8.2020

Mit einem „Konjunkturbelebungspaket“ hat der Gesetzgeber zur Belebung der Konjunktur eine Reihe von steuerlichen Maßnahmen geplant bzw. teilweise auch schon umgesetzt.
(Quelle: TPA Steuerberatung GmbH, 1100 Wien, www.parlament.gv.at  und WKO)

Einkommensteuersenkung

Die Reduktion des Eingangssteuersatzes in der Einkommensteuer von 25 % auf 20 % gilt bereits rückwirkend ab 01.01.2020. Der Höchststeuersatz von 55 % für Spitzenverdiener wird bis 2025 verlängert.

Degressive Abschreibung von 30 %

Die steuerliche Abschreibung kann für Wirtschaftsgüter, die ab 01.07.2020 angeschafft oder hergestellt werden, nach einem unveränderlichen Prozentsatz von höchstens 30 % erfolgen. Der Prozentsatz ist auf den jeweiligen Buchwert bzw. Restbuchwert anzuwenden („degressive Abschreibung“). Bei Inbetriebnahme in der 2. Jahreshälfte steht nur die Halbjahres-AfA von bis zu 15 % zu.

Ausgenommen von der degressiven Abschreibung sind u.a. folgende Wirtschaftsgüter:

  • Gebäude und andere Wirtschaftsgüter, die Sonder-Abschreibungsregeln unterliegen.
  • Kraftfahrzeuge mit einem CO2-Emissionswert von mehr als 0 Gramm pro Kilometer
  • Gebrauchte oder unkörperliche Wirtschaftsgüter (z. B Patente, mit Ausnahmen)
  • Anlagen zur Förderung, Transport, Speicherung oder Nutzung fossiler Energieträger.

Es besteht die einmalige Möglichkeit, von der degressiven zur linearen Abschreibung zu wechseln, dies wird z.B. dann gemacht werden, wenn nach einigen Jahren die lineare AfA höher als die degressive ist.

Umsatzsteuersenkung 2020

Bereits in Kraft ist die Änderung des Umsatzsteuergesetzes zur Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 5 % in den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Kunst und Kultur sowie im publizistischen Bereich auf Umsätze ab 01.07.2020, befristet bis 31.12.2020.

Kunst-, Kultur- und Publikationsbereich

Im Kunst-, Kultur- und Publikationsbereich findet der verringerte Umsatzsteuersatz von 5 % insbesondere Anwendung auf folgende Leistungen und Waren:

  • Umsätze aus der Tätigkeit als Künstler;
  • Umsätze der Theater, Musik- und Gesangsaufführungen, Museen, botanischer oder zoologischer Gärten sowie von Naturparks;
  • Filmvorführungen;
  • Lieferung, innergemeinschaftliche Erwerb und Einfuhr von Kunstgegenständen, wie Gemälde, Zeichnungen, Originalstiche, Originalerzeugnisse der Bildhauerkunst, von vom Künstler aufgenommenen Fotografien etc.;
  • Zirkusvorführungen sowie die Leistungen aus der Tätigkeit als Schausteller;
  • Der 5%ige Steuersatz gilt auch für Gemeinnützige.

Investitionsprämie

Durch Investitionsprämien in Form von Zuschüssen sollen neue Investitionsanreize für Unternehmer aller Größen (auch EPU) und Branchen mit Sitz oder Betriebstätte in Österreich geschaffen werden. Die Prämie beträgt allgemein 7 %, jedoch 14 % bei der Neuinvestition in den Bereichen Klimaschutz, Digitalisierung und Gesundheit/Life-Science.

Die Förderung ist insbesondere an folgende Voraussetzungen geknüpft:

  • Es handelt sich um aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das (materielle oder immaterielle) abnutzbare Anlagevermögen;
  • Das Vermögen befindet sich an Standorten in Österreich;
  • Die Investitionen (bzw. erste Maßnahmen) erfolgen zwischen 01.08.2020 und 28.02.2021;
  • Die Beantragung der Förderung erfolgt zwischen 01.09.2020 und 28.02.2021.

Die Basisprämie beträgt wie schon erwähnt 7% der Anschaffungskosten. Besonders begünstigt mit 14% sind Investitionen in folgenden Bereichen:

  • Ökologisierung: thermische Gebäudesanierung, Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Förderung der Kreislaufwirtschaft
  • Digitalisierung: digitale Infrastruktur und Technologien wie künstliche Intelligenz, CloudComputing, 3D-Druck, Blockchain und Big Data
  • Life Science und Gesundheit: Herstellung von Produkten, die in Pandemien von strategischer Bedeutung sind.

Nicht gefördert werden Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb und Anlagen, die fossile Energieträger nutzen, Grundstücke, Gebäudeerwerb außer vom Bauträger, Bau und Ausbau von Wohngebäuden, wenn diese zum Verkauf oder Vermietung an Private gedacht sind, Finanzanlagen, Unternehmensübernahmen, aktivierte Eigenleistungen.


Mitteilung Anfang 2020

Die Kleinunternehmergrenze wurde angehoben und der Steuersatz für e-Publikationen erfuhr eine Änderung. Auch die Grenze für sofort abschreibbare geringwertige Wirtschaftsgüter wurde angehoben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter:

Die Grenze für die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens wird ab dem Jahr 2020 (= für Wirtschaftsjahre die nach dem 31.12.2019 beginnen) auf € 800,- (bisher: € 400,-) angehoben.

Änderungen bei der Umsatzsteuer in Österreich

  • Kleinunternehmerregelung – die Umsatzgrenze wurde auf € 35.000,- pro Kalenderjahr angehoben (bisher € 30.000,-).
  • Für elektronische Publikationen von Büchern, Zeitschriften, Noten und kartografischen Erzeugnissen gilt ab 1.1.2020 der ermäßigte Steuersatz von 10 %. Die e-Publikationen dürfen jedoch nicht vollständig oder im Wesentlichen aus Video- oder Musikinhalten bestehen oder für Werbezwecke dienen.
  • Vorsteuerabzug für E-Bikes -ab 1.1.2020 kann der Vorsteuerabzug neben Elektroautos auch für Elektrokrafträder (CO2-Wert von 0) wie z.B. E-Bikes geltend gemacht werden.

Neue Kleinunternehmer-Pauschalierung

Ab dem Jahr 2020 kann bei einem Umsatz bis € 40.000,- die neue pauschale Gewinnermittlung von Kleinunternehmern, die ihren Gewinn mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermitteln und Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb erzielen, angewandt werden (Ausnahmen: Gesellschafter-Geschäftsführer mit Beteiligung über 25 %, Aufsichtsräte und Stiftungsvorstände). Die Betriebsausgaben werden mit folgenden Prozentsätzen der Betriebseinnahmen festgesetzt:

  • 45 % bei Handels- und Produktionsunternehmen
  • 20 % bei Dienstleistungsunternehmen.

Zusätzlich dürfen gezahlte Sozialversicherungsbeiträge abgesetzt werden.


Geringfügige Beschäftigung in Österreich:

 

Eine sogenannte geringfügige Beschäftigung gilt, wenn die das monatliche Einkommen die Geringfügigkeitsgrenze von € 460,66 (ab 2020) nicht überschreitet.
(Seit Anfang 2019 gibt es keine tägliche Geringfügigkeitsgrenze mehr.)
Weitere Informationen dazu unter: https://www.finanz.at/steuern/geringfuegige-beschaeftigung


Für das Kalenderjahr 2020 gelten folgende nachstehende Werte für Geringfügigkeitsgrenze und Höchstbemessungsgrundlage.

Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass einige Kundmachung erst erfolgen werden, sodass diese Werte vorerst unverbindlich sind.

Für 2020 gelten folgende Sozialversicherungswerte:

Geringfügigkeitsgrenze monatlich € 460,66

Grenzwert für pauschalierte Dienstgeberabgabe € 690,99

Höchstbeitragsgrundlage täglich € 179,00

Höchstbeitragsgrundlage monatlich € 5.370,00

Höchstbeitragsgrundlage monatlich für Freie DN
ohne Sonderzahlungen; GSVG, BSVG € 6.265,00

Höchstbeitragsgrundlage (jährlich)
für Sonderzahlungen € 10.740,00

Aufwertungszahl = 1,031

Einkommensgrenze für Kleinunternehmerregelung             € 5.527,92

Umsatzgrenze für Kleinunternehmerregelung                       € 35.000,00

Unfallversicherungsbeitrag (Gewerbetreibende)                   € 10,09
monatlich/121,08 jährlich

Versicherungsgrenzen und Beitragsgrundlagen für Neue Selbstständige

Jährlich – € 5.527,92

Beitragsgrundlagen für Gewerbetreibende

MindestBG in der PV – € 574,36 monatlich/6.892,32 jährlich
MindestBG in der KV – € 460,66 monatlich/5.527,92 jährlich

Höchstbeitragsgrundlage GSVG/FSVG
€ 6.265,00 monatlich/75.180,00 jährlich