Informationen

2020


Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF)

Der Künstlersozialversicherungsfonds leistet Zuschüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen der selbständigen Künstlerinnen und Künstler, kann in besonderen Notfällen Beihilfen zahlen und hebt die Abgaben zur Aufbringung der hierfür erforderlichen Mittel ein.

Mit erstem Jänner 2020 müssen KünstlerInnen für Zuschüsse aus dem KSVF durch ihre künstlerische Tätigkeit ein Jahre-Mindesteinkommen von € 5.527,92 vorweisen. Die Obergrenze für einen Zuschuss aus dem KSVF für 2020 errechnet sich aus der Summe aller Einkünfte und beträgt € 29.942,90.

Innerhalb von 5 Jahren können Beihilfen in Höhe von maximal € 12.500,– gewährt werden.

Adresse, Telefon-Nr. und Öffnungszeiten des Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF): Künstlersozialversicherungsfonds
1010 Wien, Goethegasse 1, Stiege 2, 4. Stock
Tel.: 01 / 586 71 85
Email: help@ksvf.at

Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-12 Uhr, Mittwoch auch 13-16 Uhr
weitere Informationen unter www.ksvf.at


Mitteilung 21.8.2020

Mit einem „Konjunkturbelebungspaket“ hat der Gesetzgeber zur Belebung der Konjunktur eine Reihe von steuerlichen Maßnahmen geplant bzw. teilweise auch schon umgesetzt.
(Quelle: TPA Steuerberatung GmbH, 1100 Wien, www.parlament.gv.at  und WKO)

Einkommensteuersenkung

Die Reduktion des Eingangssteuersatzes in der Einkommensteuer von 25 % auf 20 % gilt bereits rückwirkend ab 01.01.2020. Der Höchststeuersatz von 55 % für Spitzenverdiener wird bis 2025 verlängert.

Degressive Abschreibung von 30 %

Die steuerliche Abschreibung kann für Wirtschaftsgüter, die ab 01.07.2020 angeschafft oder hergestellt werden, nach einem unveränderlichen Prozentsatz von höchstens 30 % erfolgen. Der Prozentsatz ist auf den jeweiligen Buchwert bzw. Restbuchwert anzuwenden („degressive Abschreibung“). Bei Inbetriebnahme in der 2. Jahreshälfte steht nur die Halbjahres-AfA von bis zu 15 % zu.

Ausgenommen von der degressiven Abschreibung sind u.a. folgende Wirtschaftsgüter:

  • Gebäude und andere Wirtschaftsgüter, die Sonder-Abschreibungsregeln unterliegen.
  • Kraftfahrzeuge mit einem CO2-Emissionswert von mehr als 0 Gramm pro Kilometer
  • Gebrauchte oder unkörperliche Wirtschaftsgüter (z. B Patente, mit Ausnahmen)
  • Anlagen zur Förderung, Transport, Speicherung oder Nutzung fossiler Energieträger.

Es besteht die einmalige Möglichkeit, von der degressiven zur linearen Abschreibung zu wechseln, dies wird z.B. dann gemacht werden, wenn nach einigen Jahren die lineare AfA höher als die degressive ist.

Umsatzsteuersenkung 2020

Bereits in Kraft ist die Änderung des Umsatzsteuergesetzes zur Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 5 % in den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Kunst und Kultur sowie im publizistischen Bereich auf Umsätze ab 01.07.2020, befristet bis 31.12.2020.

Kunst-, Kultur- und Publikationsbereich

Im Kunst-, Kultur- und Publikationsbereich findet der verringerte Umsatzsteuersatz von 5 % insbesondere Anwendung auf folgende Leistungen und Waren:

  • Umsätze aus der Tätigkeit als Künstler;
  • Umsätze der Theater, Musik- und Gesangsaufführungen, Museen, botanischer oder zoologischer Gärten sowie von Naturparks;
  • Filmvorführungen;
  • Lieferung, innergemeinschaftliche Erwerb und Einfuhr von Kunstgegenständen, wie Gemälde, Zeichnungen, Originalstiche, Originalerzeugnisse der Bildhauerkunst, von vom Künstler aufgenommenen Fotografien etc.;
  • Zirkusvorführungen sowie die Leistungen aus der Tätigkeit als Schausteller;
  • Der 5%ige Steuersatz gilt auch für Gemeinnützige.

Investitionsprämie

Durch Investitionsprämien in Form von Zuschüssen sollen neue Investitionsanreize für Unternehmer aller Größen (auch EPU) und Branchen mit Sitz oder Betriebstätte in Österreich geschaffen werden. Die Prämie beträgt allgemein 7 %, jedoch 14 % bei der Neuinvestition in den Bereichen Klimaschutz, Digitalisierung und Gesundheit/Life-Science.

Die Förderung ist insbesondere an folgende Voraussetzungen geknüpft:

  • Es handelt sich um aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das (materielle oder immaterielle) abnutzbare Anlagevermögen;
  • Das Vermögen befindet sich an Standorten in Österreich;
  • Die Investitionen (bzw. erste Maßnahmen) erfolgen zwischen 01.08.2020 und 28.02.2021;
  • Die Beantragung der Förderung erfolgt zwischen 01.09.2020 und 28.02.2021.

Die Basisprämie beträgt wie schon erwähnt 7% der Anschaffungskosten. Besonders begünstigt mit 14% sind Investitionen in folgenden Bereichen:

  • Ökologisierung: thermische Gebäudesanierung, Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Förderung der Kreislaufwirtschaft
  • Digitalisierung: digitale Infrastruktur und Technologien wie künstliche Intelligenz, CloudComputing, 3D-Druck, Blockchain und Big Data
  • Life Science und Gesundheit: Herstellung von Produkten, die in Pandemien von strategischer Bedeutung sind.

Nicht gefördert werden Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb und Anlagen, die fossile Energieträger nutzen, Grundstücke, Gebäudeerwerb außer vom Bauträger, Bau und Ausbau von Wohngebäuden, wenn diese zum Verkauf oder Vermietung an Private gedacht sind, Finanzanlagen, Unternehmensübernahmen, aktivierte Eigenleistungen.


Mitteilung Anfang 2020

Die Kleinunternehmergrenze wurde angehoben und der Steuersatz für e-Publikationen erfuhr eine Änderung. Auch die Grenze für sofort abschreibbare geringwertige Wirtschaftsgüter wurde angehoben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter:

Die Grenze für die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens wird ab dem Jahr 2020 (= für Wirtschaftsjahre die nach dem 31.12.2019 beginnen) auf € 800,- (bisher: € 400,-) angehoben.

Änderungen bei der Umsatzsteuer in Österreich

  • Kleinunternehmerregelung – die Umsatzgrenze wurde auf € 35.000,- pro Kalenderjahr angehoben (bisher € 30.000,-).
  • Für elektronische Publikationen von Büchern, Zeitschriften, Noten und kartografischen Erzeugnissen gilt ab 1.1.2020 der ermäßigte Steuersatz von 10 %. Die e-Publikationen dürfen jedoch nicht vollständig oder im Wesentlichen aus Video- oder Musikinhalten bestehen oder für Werbezwecke dienen.
  • Vorsteuerabzug für E-Bikes -ab 1.1.2020 kann der Vorsteuerabzug neben Elektroautos auch für Elektrokrafträder (CO2-Wert von 0) wie z.B. E-Bikes geltend gemacht werden.

Neue Kleinunternehmer-Pauschalierung

Ab dem Jahr 2020 kann bei einem Umsatz bis € 40.000,- die neue pauschale Gewinnermittlung von Kleinunternehmern, die ihren Gewinn mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermitteln und Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb erzielen, angewandt werden (Ausnahmen: Gesellschafter-Geschäftsführer mit Beteiligung über 25 %, Aufsichtsräte und Stiftungsvorstände). Die Betriebsausgaben werden mit folgenden Prozentsätzen der Betriebseinnahmen festgesetzt:

  • 45 % bei Handels- und Produktionsunternehmen
  • 20 % bei Dienstleistungsunternehmen.

Zusätzlich dürfen gezahlte Sozialversicherungsbeiträge abgesetzt werden.


Geringfügige Beschäftigung in Österreich:

Eine sogenannte geringfügige Beschäftigung gilt, wenn die das monatliche Einkommen die Geringfügigkeitsgrenze von € 460,66 (ab 2020) nicht überschreitet.
(Seit Anfang 2019 gibt es keine tägliche Geringfügigkeitsgrenze mehr.)
Weitere Informationen dazu unter: https://www.finanz.at/steuern/geringfuegige-beschaeftigung


Für das Kalenderjahr 2020 gelten folgende nachstehende Werte für Geringfügigkeitsgrenze und Höchstbemessungsgrundlage.

Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass einige Kundmachung erst erfolgen werden, sodass diese Werte vorerst unverbindlich sind.

Für 2020 gelten folgende Sozialversicherungswerte:

Geringfügigkeitsgrenze monatlich € 460,66

Grenzwert für pauschalierte Dienstgeberabgabe € 690,99

Höchstbeitragsgrundlage täglich € 179,00

Höchstbeitragsgrundlage monatlich € 5.370,00

Höchstbeitragsgrundlage monatlich für Freie DN
ohne Sonderzahlungen; GSVG, BSVG € 6.265,00

Höchstbeitragsgrundlage (jährlich)
für Sonderzahlungen € 10.740,00

Aufwertungszahl = 1,031

Einkommensgrenze für Kleinunternehmerregelung             € 5.527,92

Umsatzgrenze für Kleinunternehmerregelung                       € 35.000,00

Unfallversicherungsbeitrag (Gewerbetreibende)                   € 10,09
monatlich/121,08 jährlich

Versicherungsgrenzen und Beitragsgrundlagen für Neue Selbstständige

Jährlich – € 5.527,92

Beitragsgrundlagen für Gewerbetreibende

MindestBG in der PV – € 574,36 monatlich/6.892,32 jährlich
MindestBG in der KV – € 460,66 monatlich/5.527,92 jährlich

Höchstbeitragsgrundlage GSVG/FSVG
€ 6.265,00 monatlich/75.180,00 jährlich


Pensionsanpassung 2020

Pensionen werden mit Wirksamkeit ab dem 1. Jänner eines jeden Jahres grundsätzlich mit dem Anpassungsfaktor angepasst. Bei der Ermittlung des Anpassungsfaktors wird die Inflationsrate berücksichtigt.

Aufgrund der Entwicklung der Inflationsrate im Zeitraum von August 2018 bis Juli 2019 wurde der Anpassungsfaktor (Richtwert) für das Jahr 2020 mit 1,018 festgesetzt.

Die nach dem Gesamtpensionseinkommen abgestufte Pensionserhöhung für das Jahr 2020 trägt eine soziale Komponente in sich. Abweichend vom Anpassungsfaktor wird das Gesamtpensionseinkommen folgendermaßen erhöht:

  1. wenn die Pension nicht mehr als 1.111 Euro beträgt, um 3,6 Prozent
  2. wenn die Pension über 1.111 Euro bis zu 2.500 Euro beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 3,6 Prozent auf 1,8 Prozent linear absinkt
  3. wenn die Pension über 2.500 Euro bis zu 5.220 Euro beträgt, um 1,8 Prozent
  4. wenn die Pension über 5.220 Euro beträgt, um 94 Euro.

Grundlage für die Berechnung des Anpassungsbetrags ist jeweils die Summe der von einer Person bezogenen Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung und allfällige Pensionen anderer Rechtsträger, die den Sonderpensionenbegrenzungsgesetz unterliegen.

Die Pensionsanpassung gilt für alle Personengruppen im Rahmen der gesetzlichen Pensionsversicherung sowie die Beamtenpensionen und wirkt pensionsniveauerhöhend.

Die Ausgleichszulagenrichtsätze werden im Jahr 2020 nicht um 1,8 Prozent erhöht, sondern sind mit dem Faktor 1,036 zu vervielfachen.