Informationen

2020

Die Kleinunternehmergrenze wurde angehoben und der Steuersatz für e-Publikationen erfuhr eine Änderung. Auch die Grenze für sofort abschreibbare geringwertige Wirtschaftsgüter wurde angehoben.

Kleinunternehmergrenze

Die Kleinunternehmergrenze wird von netto € 30.000 auf € 35.000 angehoben. Gleiches gilt auch für die Anpassung der Befreiung von der Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung.
Wenn vor dem 1.1.2020 innerhalb der letzten vier Jahre die Toleranzgrenze von 15 % schon einmal „ausgenutzt“ wurde, kann die ab 1.1.2020 geltende neue Toleranzgrenze trotzdem in Anspruch genommen werden. Die endgültige Überarbeitung der Umsatzsteuerrichtlinien bleibt allerdings abzuwarten.

Steuersatz für e-Publikationen

Der ermäßigte Steuersatz von 10 % auf Druckwerke gilt nun auch für Elektronische Publikationen. Die e-Publikationen dürfen jedoch nicht vollständig oder im Wesentlichen aus Video- oder Musikinhalten bestehen oder für Werbezwecke dienen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter

Die Grenze für sofort abschreibbare geringwertige Wirtschaftsgüter wird von € 400 auf € 800 Euro. Danach soll sie schrittweise auf bis zu 1.000 Euro angehoben werden. Wirtschaftsgüter unter 800 Euro (Computer / PC, Notebooks, Smartphones ect.) können also sofort in der Arbeitnehmerveranlagung beziehungsweise der Einkommensteuererklärung abgeschrieben werden.


„Neue Selbstständige“ zu denen seit 2001 auch „freischaffende Künstler/innen gehören 2001 als „Neue Selbständige“ unterliegen dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz.

Ab 1. Jänner 2019 gelten folgende neue Beträge in der Sozialversicherung:

Für den Bereich des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG)

Höchstbeitragsgrundlage für Sonderzahlungen

              monatlich             jährlich

Krankenversicherung, Unfallversicherung
und Pensionsversicherung                                           5.220,–               10.440,–

Arbeitslosenversicherungsbeitrag und
Zuschlag nach dem
Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz (IESG)                5.220,–               10.440,–

Bauarbeiter-Schlechtwetter                                         5.220,–               10.440,–

Beitrag nach dem
Nachtschwerarbeitsgesetz                                           5.220,–                10.440,–

Wohnbauförderungsbeitrag                                        5.220,–

Arbeiterkammerumlage                                               5.220,–


Für den Bereich des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes (GSVG)

und des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes (BSVG)

Krankenversicherung und
Pensionsversicherung monatlich                              6.090,–

Geringfügigkeitsgrenze (Versicherungsgrenze)

  • ASVG § 5 Abs. 2                                                        446,81
  • für neue Selbständige nach dem GSVG              446,81


Pensionen
Die Pensionen werden ab 1. Jänner 2019 nach den Bestimmungen des Pensionsanpassungsgesetzes 2019 erhöht:

Beträgt das Gesamtpensionseinkommen nicht mehr als EUR 1.115,00 monatlich, ist um 2,6% zu erhöhen,

wenn es über EUR 1.115,00 bis zu EUR 1.500,00 monatlich beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 2,6% auf 2% linear absinkt,

wenn es über EUR 1.500,00 bis zu EUR 3.402,00 monatlich beträgt, um 2 %,

wenn es über EUR 3.402,00 monatlich beträgt, um € 68,00

Richtsätze für Ausgleichszulagen

Die Richtsätze ab 1. Jänner 2019 betragen:

Alters- und Invaliditätspensionen

für Alleinstehende                                      933,06
für Ehepaare                                             1.398,97
Erhöhung für jedes Kind                           143,97

Witwen- und Witwerpensionen                     933,09

Waisenpensionen bis zum 24. Lebensjahr

Halbwaisen                                                 343,19
Vollwaisen                                                   515,30

Waisenpensionen ab dem 24. Lebensjahr

Halbwaisen                                                 609,85
Vollwaisen                                                   933,–


Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF)

Bei der Versicherungsanstalt ist die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) können Künstler/innen beim Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF) um einen Zuschuss zu den Sozialversicherungsbeiträgen ansuchen.

Mit erstem Jänner 2018 müssen KünstlerInnen für Zuschüsse aus dem KSVF durch ihre künstlerische Tätigkeit ein Jahre-Mindesteinkommen von € 5.361,72 vorweisen. Die Obergrenze für einen Zuschuss aus dem KSVF für 2018 errechnet sich aus der Summe aller Einkünfte und beträgt € 29.042,65.

Der maximal mögliche KSVF-Zuschuss zu den SVA-Beiträgen von Künstle/innen wurde auf € 1.896,- erhöht.

Bei lang andauernden Erkrankungen (über 6 Wochen) ab 1.7.2018 gibt es die Unterstützungsleistung der SVA rückwirkend ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit.

Adresse, Telefon-Nr. und Öffnungszeiten des Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF): Künstlersozialversicherungsfonds
1010 Wien, Goethegasse 1, Stiege 2, 4. Stock
Tel.: 01 / 586 71 85
Email: office@ksvf.at

Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-12 Uhr, Mittwoch auch 13-16 Uhr
weitere Informationen unter www.ksvf.at


  • Geringfügige Beschäftigung in Österreich:

Eine sogenannte geringfügige Beschäftigung gilt, wenn die das monatliche Einkommen die Geringfügigkeitsgrenze von 446,81 Euro (Stand 2019) nicht überschreitet.
Seit Anfang 2019 gibt es keine tägliche Geringfügigkeitsgrenze mehr.
Weitere Informationen dazu unter: https://www.finanz.at/steuern/geringfuegige-beschaeftigung


  • SVA – Mitversicherung

Die SVA ermöglicht es Ihnen auch für Angehörige einen Versicherungsschutz zu erwerben.
So können Sie beispielsweise Ihr Kind solange es nicht über eine eigene Krankenversicherung verfügt, bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres beitragsfrei mitversichern.

Weitere Informationen dazu unter: https://www.svagw.at/cdscontent/?contentid=10007.750806


Rechtssicherheit für Selbständige

Selbständig oder doch Dienstnehmer? Ab 1. Juli 2017 gelten klare Spielregeln.

Auswirkungen durch die neue Rechtslage:
Zukünftig erhalten vor allem Neue Selbständige und Zweifelsfälle bei Gewerbetreibenden bei Neuanmeldung zu einer selbständigen Erwerbstätigkeit einen Fragebogen, welcher zur Überprüfung der Versicherungszuordnung, Selbständiger oder Dienstnehmer, benötigt wird. Die Entscheidung darüber ist für spätere Prüfungen bindend, solange sich der maßgebliche Sachverhalt nicht ändert.

Mit der neuen Gesetzeslage erhält die SVA, als zuständiger Versicherungsträger der Selbständigen, ein stärkeres Mitspracherecht und kann sich aktiver in die Verfahren einbringen. Damit kann sie die Interessen ihrer Versicherten, vor allem im Bereich der Rechtssicherheit, noch besser unterstützen.

Sollte es im Zuge einer späteren Prüfung aller lohnabhängigen Abgaben (GPLA-Prüfung) zu einer Umqualifizierung kommen, werden zukünftig die bereits bezahlten Beträge innerhalb der Träger gegengerechnet und dadurch die Nachzahlungen für die betroffenen Dienstgeber reduziert.

Nähere Infos siehe:   https://www.svagw.at/portal27/svaportal/content?contentid=10007.782558&viewmode=content


www.svagw.at mit mehr Online-Services, Handy-Signatur und neuem Look & Feel

SVA Online-Services ausgebaut und verbessert.

Handy-Signatur Aktivierung in Ihrer SVA Landesstelle
Voraussetzung für die Nutzung der SVA Services ist unter anderem die Handy-Signatur. Dazu muss das Handy freigeschalten werden. Die kostenlose Aktivierung kann online z.B. über FinanzOnline oder persönlich erfolgen.
Auch die SVA kann Ihre Handysignatur aktivieren. Benötigt wird dazu nur einen amtlichen Lichtbildausweis und ihr Mobiltelefon.

Die Online-Services im Detail:

Online-Beitragskonto für Versicherte

Online Beitragskonto für Bevollmächtigte

Herunterladen von Bescheinigungen

SVA Versicherte können in Ihrem „Online Beitragskonto“ auch weiterhin die Beitragsvorschreibung, Jahres- und Saldenübersichten, sowie Informationen zu den Beitragsgrundlagen aufrufen.


Umsatzsteuersatz für den Verkauf von Kunstwerken ab 2016:

Steuersatz iHv 13% (§ 10 Abs. 3 UStG 1994)